DECON - Frankfurt, Nachtleben


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Konzert vom 25.06.05

Homepage:
www.deconmetal.de

Nachdem das Fußballspiel am Samstag gegen Brasilien schon nicht zu meiner Zufriedenheit ausgegangen war, lief ich trotzdem guter Dinge los zum Bus gen City, in der Hoffnung, dass eine fette Portion Musik mir gehörig den Frust aus dem Schädel blasen werde. Im Nachtleben stand ein Nightcore-Special mit As I Lay Dying Releaseparty auf dem Programm, das mit Livemusik von Decon aus Regensburg eröffnet werden sollte. Ich informierte mich bereits im Vornherein auf ihrer Homepage darüber, was auf mich zukommen würde und war voll bester Erwartung. Die fünf Jungs zwischen 21 und 24 Jahren rocken seit 2001 gemeinsam und können auf über 100 Gigs , unter anderem zusammen mit den Emil Bulls und Caliban, zurück blicken. Fleißig waren sie nicht nur auf der Bühne, sondern auch bei ihren Veröffentlichungen, von denen bereits zwei Stück, in Eigenregie entstanden, am Start sind (Intensified, Mai 2003 und A Fallen Angel's Voice, Dezember 2004). Gegen neun war ich am Nachtleben, musste mir noch den Anblick jubelnder, tanzender Brasilianerinnen rein fahren und verschwand dann zähneknirschend im Keller, mit der Absicht, mir ordentlich Musik auf die Ohren braten zu lassen... Die war dann aber leider noch nicht da. Die Boxen schickten nur leise den Inhalt des CD-Players in die Sphäre und viel Publikum hatte sich auch noch nicht eingefunden. Was soll's!? Also ging es erstmal an die Theke.
 
Eineinhalb Stunden und einige Bierchen später kamen dann endlich noch mehrere Gruppen Jugendlicher wie aus dem Nichts den Keller hinunter und die Band hatte endlich eine Grundlage, auf der sie losrocken konnte.

Meine Stimmung, die durch das lange Warten etwas verfinstert war, lichtete sich, als ich die Jungs endlich auf der Bühne sah. Und was dann kam, ist ohne Vergleich.

Decon starteten mit Perfect Truth, dem Opener ihrer aktuellen CD und stellten gleich zu Beginn die Fronten klar. Ein Gewitter aus tiefen Rhythmen und Growls donnerte die Zuhörer an die Wand und mich in den siebten Himmel. Hätte ich das vorher gewusst, wäre auch noch eine Stunde Wartezeit mehr drin gewesen.
 
Die Regensburger verschmelzen professionell Elemente aus Hardcore, Metal und Emo miteinander. Einflüsse von Acts wie Killswitch Engage sind deutlich, dennoch sind die Fünf bei weitem keine Kopie. Als sie gegen Mitte des Sets dann auch noch Fixation on the darkness von den eben genannten Amerikanern anstimmten, blieb mir völligst die Spucke weg. Auch die Herren Dutkiewicz, Jones und Co. hätten ihren eigenen Song nicht besser darbieten können.

Das Publikum rastete mehr und mehr aus und ich möchte nicht wissen, wie viele der Anwesenden am nächsten Morgen mit Muskelkoma aufgewacht sind. Phänomenal war auch die Gitarrenarbeit der Band. Mir schossen des öfteren Erinnerungen an Schwedenmetal á la In Flames in den Geist. Ein Megabrett, das da im Nachtleben um sich schlug. Durch den genial fetten Sound, wie ich ihn in dieser Location bisher meistens zu hören bekam, waren die Party perfekt und Decon unausweichlich. Das Publikum schien mehr als nur zufrieden zu sein, doch die Band wartete noch mit einer Überraschung auf. Als Zugaben feuerten sie Machine Head's Davidien und Roots von Sepultura in die Menge. T-Shirts verließen ihre Besitzer und es wurde bei tropischem Klima gemosht, als gäbe es keinen neuen Morgen. Irgendwann nach Mitternacht verließ ich dann glücklich und verschwitzt die Frankfurter Innenstadt. Freunde harter, moderner Musik sollten unbedingt die Homepage der Jungs besuchen und schauen, ob es mal einen Gig in der Nähe gibt. Ein dickes Plus nach Bayern!

Setlist:
Perfect Truth
Burning Crosses
Unbreakable
State Of Decay
Pantomime
Fixation On The Darkness (Killswitch Engage)
The Bleeding Hands Of Fate
Battle Of The Wounded
Freedom, Bottled
Damian
Sacrifice

Davidien (Machine Head)
Roots (Sepultura)

Foto © 2005 by: Sebastian Fritz

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