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RANDOM HOUSE

Klapptext:

Cool, spannend & wahnsinnig witzig!

Im vierten Abenteuer um die Geisterjägeragentur bekommen Anthony Lockwood und George es mit einem besonders schrecklichen Verbrechen zu tun. Um den Fall meistern zu können, bitten sie die in Geisterdingen hochbegabte Lucy in die Agentur zurückzukehren. Doch die Freunde ahnen nicht, dass sie mit ihren Nachforschungen Kräfte auf den Plan rufen, die selbst sie nicht mehr kontrollieren können ...

Gelesen von Anna Thalbach

Lucy, die inzwischen die Geisterjäger-Agentur Lockwood & Co. verlassen hat, schlägt sich mehr oder weniger erfolgreich als Freelancer durch und arbeitet bald für diese, bald für jene Agentur. Sie haust in einem kleinen und ungemütlichen Einzimmer Appartment, gemeinsam mit dem Schädel im Glas, der ihr bei Einsätzen immer wieder zur Seite steht und ihr ansonsten mit fiesen Sprüchen und perfiden Gemeinheiten den letzten Nerv raubt. Doch wenn sie es auch nicht zugeben mag, inzwischen hat sie sich an die Gesellschaft des eigentlich nicht ungefährlichen Geistes gewöhnt. Insgeheim trauert sie den Zeiten bei Lockwood & Co. hinterher, steht aber nach wie vor zur Ihrem Weggang, zu dem sie sich aufgrund einer düsteren Prophezeiung, nach der sie am künftigen Tod Anthony Lockwoods die Schuld tragen soll, gezwungen sieht, um niemanden der Freunde in Gefahr zu bringen. Um so überraschter ist sie, als Lockwood eines Tages vor ihrer Tür steht und sie in einem besonders schwierigen und gefährlichen Spukfall um den Kannibalen von Ealing um Hilfe bittet, nachdem der Auftrag von Penelope Fittes, selber Oberhaupt einer der größten und renommiertesten Geisterjägeragenturen Londons, erstaunlicherweise an Lockwood & Co. weiter gereicht wurde. Lucy willigt zögerlich ein, als freie Mitarbeiterin an dem Fall mitzuwirken und als plötzlich in ihre Wohnung eingebrochen wird und das Glas mit dem Geister-Schädel gestohlen wird, stellt Lucy Nachforschungen auf eigene Faust an, die sie Skandalöses entdecken läßt: Aus den Krematorien, die Geister-Artefakte verbrennen sollen um so den an sie gebundenen Geistererscheinungen die Rückkehr in die von Spuk und Geistern geplagte Welt der Lebenden zu verwehren, werden gefährliche Artefakte heimlich der Verbrennung entzogen und auf dem Schwarzmarkt verkauft. Die Spur des gestohlenen Schädels führt Lucy in eben dieses Millieu. Sie entdeckt Ungeheuerliches, offenbar ist eine weitere große Agentur darin verwickelt und plötzlich ist Lucys Leben in Gefahr. Nach einem Anschlag flüchtet sie sich in ihre alte Agentur und bittet Anthony Lockwood und sein Team um Hilfe. Zur gleichen Zeit taucht ein neuer Auftrag auf: In einem kleinen Ort außerhalb Londons sind ungewöhnlich viele Geistererscheinungen zugange und täglich werden es mehr. Niemand hat eine Erklärung dafür und die großen Agenturen scheinen sich nicht dafür zu interessieren. Und warum kümmert sich die berühmte Rotwell Agentur nicht um diesen Fall, der quasi vor deren Haustür liegt, hat diese doch in unmittelbarer Nähe eine große Forschungseinrichtung… Gemeinsam reist das Team aufs Land, um dort den mysteriösen Vorfällen auf die Spur zu kommen und stolpert so in das wohl bislang riskanteste Abenteuer ihrer Karriere, das sie gefährlich nah an die Grenzen der Anderwelt und sogar darüber hinaus führt. Mit Band 4 „Das flammende Phantom“ legt Jonathan Stroud eine weitere Meisterleistung an Spannung, Grusel und Humor für junge und junggebliebene Hörer hin. Die Story fesselt von der ersten bis zur letzten Minute, bietet Spannung und immer wieder rasante Wendungen, die den Hörer bisweilen kaum zu Atem kommen lassen. Über allem liegt stets ein wohliger Gruselschauer, der niemals überstrapaziert und durch den unvergleichlichen schnodderig-trockenen Humor Jonathan Strouds altersgerecht entschärft wird. Es paßt einfach alles und macht jede Sekunde Spaß. Nicht zuletzt auch durch die hervorragende Lesung Anna Thalbachs, die ein weiteres Mal jedem Charakter, allen voran dem Schädel, ein köstliches Eigenleben verschafft.

Fazit: Klare Empfehlung für junge und jung gebliebene Gruselfans ! Lockwood & Co. fesselt von der ersten bis zu letzten Minute. Man hört die Dielen knarren und spürt förmlich den eisigen Hauch im Nacken…

9 von 10