VÖ: 10.02.17
(Contendo Media)

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MORD IN SERIE

Klapptext:

Der mysteriöse Unfalltod eines aufstrebenden Lokalpolitikers ruft Ermittlerin Marina Forster auf den Plan. Jemand scheint die Luxuslimousine gehackt und den tödlichen Crash provoziert zu haben. Hinter dem perfiden Mordanschlag steckt offenbar ein legendärer Hacker, der im Deep Web unter dem Namen „Spider X“ bekannt ist. Und er hat bereits weitere Opfer im Visier! Doch wie stoppt man ein Phantom, das per Mausklick ganze Existenzen auslöschen kann?

Sprecher:

Marina Forster – Stephanie Kirchberger
Götz Nuhr – Tobias Schmidt
Ottfried Claußen – Rüdiger Schulzki
Wolgang Lindt – Lutz Mackensy
Isabelle Adamzyk – Luisa Wietzorek
Jost Herold – Uve Teschner
Hansjörg Ahlers – Robert Levin
Banker Schmitt – Jürgen Thormann
Polizist – Markus Pfeiffer
Notarzt – Constantin von Westphalen
Ältere Dame – Katja Brügger
Amerikaner – Pat Murphy
Bauarbeiter – Michael-Che Koch. Tim Caspers
Studenten – Nils Rieke, Christoph Piasecki
Nachrichtensprecher – Martin Sabel
sowie – Wolfgang Bahro, Tim Knauer, Ulrike Stürzbecher, Martin Kautz, Daniel Wandelt, Birgit Albrodt, Mats Kramberg, Erik Abrodt
Abspann – Martin Sabel

Kritik:

Nach dem letzten Crossover erfolgt nun ein weiteres Novum innerhalb der Mord in Serie, ein Zweiteiler. Doch bleibt man in puncto Zusammenhang exklusive Cliffhänger ein wenig zahm. So hätte diese Folge auch einfach, wenn auch unspektakulär, mit der vorgegebenen Handlung auslaufen können. So setzt man das Setting von Teil 2 scheinbar zwar fortlaufend an, mischt aber einen neuen Spieler in die Handlung und setzt somit die kommende Story (bis auf nun bekannte Geschehnisse aus Teil 1) fast gen Null. Echter Zweiteiler (inclusive Cliffhänger) geht zwar ein wenig anders, allerdings schuldet man hier den Storyverlauf wahrscheinlich den Inhalten der Reihe, die sonst eher in sich abgeschlossenen Folgen spielen. Die Handlung als Geplänkel für Teil 2 zu bezeichnen wäre inhaltlich also sicherlich falsch. So reiht sich ein Cyberangriff an den nächsten, der auch vor der ermittelnden Polizei keinen Halt macht, bis am Ende schließlich der ominöse Auftraggeber auf den Plan tritt und seinen Cyberagenten einfach durch jemand neues ersetzt. Spannend ja. Packend nein. Aber den Hörer erwartet hier trotz allem ein grundsolides Thrillerhörspiel, das bis auf einige gedehnt wirkende Gespräche und ohne allzugroße perfide Storyplots sehr kurzweilig zu unterhalten weiß. Man bleibt sich mit thematischer Vielfallt innerhalb der Reihe definitiv treu. Von technischer Warte aus glänzt auch „Im Netz der Spinne 1“ makellos und kritikfrei. Saftig und krachend in der Abmischung setzt man viele stimmige Akzente in den kinoreif kreierten und abwechslungsreichen Szenen. Musikalisch treibend und modern setzt man ein stimmiges Stilmittel, welches perfekt zur vorliegenden Handlung passt und diese voranpeitscht. Auch die Regie der Sprecher präsentiert sich stimmig. Dasselbe gilt für die sehr differenziert gewählten Stimmenvielfalt der hier ins Studio gebetenen Stars der deutschen Synchronszene.

Fazit: Inhaltlich stimmig präsentiertes Cyberabenteuer. Gerne aber hätte man die Handlungsstränge deutlich mehr und vor allem folgenübergreifender verbinden dürfen. Produktionstechnisch makellos und überzeugend. Starke Sprecher treffen auf griffiges wie extrem abwechslungsreiches Setting. 9 von 10