VÖ:25.02.17
(Imaga)

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IMAGA

Klapptext:

Ein Engel in Gefangenschaft! In einem abgelegenen Haus bei Prag bekommt Friedrich von Gartner endlich die Gelegenheit, mehr über die mysteriösen Engelswesen zu erfahren. Er ahnt nicht, dass sich außerhalb des Grundstücks bereits mehrere von ihnen in Position bringen - und sich zum Kampf bereit machen.

Sprecher:

Friedrich von Gärtner – Frank Röth
Pavel Kollar – Hennes Bender
Ziggy Kollar – Torsten Sträter
Sonderquist – Kaya Marie Möller
Elisabeth Marie Dufage – Lilli Martha König
El-Jopri – Oliver Siebeck
El-Mika – Tilo Schmitz
El-Zadki – Bodo Wolf
El-Rami – Asad Schwarz
El-Ragu – Rene Dawn-Claude
Penner – Felix Würgler
Hamingjur Liddy – Axel Lutter
Hamingjur Seth – Frank Otto Schenk
Il-Manou – Gerrit Schmidt-Foß
Hamingjur Plissken – Michael Wiesner

Kritik:

„Prag“: Eine, Folge die nach dem eher albernen Intermezzo mit den Kollar-Brüdern wieder richtig Fahrt aufnimmt und geballtes Licht in das Dunkel der Handlung bringt. Auch wenn die Spielzeit weiterhin lediglich auf das Haus der Kollar Brüder fokussiert wird, liefert man doch viele, sehr überraschende Antworten. Ebenso wie man nun mehrere Gruppierungen versammelt um die Handlung nach vorne zu peitschen. Die einzelnen Lager nehmen nun langsam Gestalt an, verraten ihren Stand und die damit verbundenen Beweggründe. Und so unterschiedlich diese schlussendlich doch alle sein mögen, am Ende wollen alle nur das Gleiche. Auch „Prag„ spielt mit extravaganten Charakteren. Die ewig genervt wirkende Sonderquist, der analytische Friedrich von Gärtner oder die schüchterne Elisabeth Marie Dufage (von den abgedrehten Kollars ganz zu schweigen). Jeder der Charaktere bewegt sich in seinen fest vorgegebenen Grenzen. Belebt werden die Charaktere dabei geschickt durch den Umgang miteinander. Die Sprecher sind stark und glaubhaft, die in den stimmigen wie pfiffigen Dialogen kritikfrei ihre Arbeit leisten. Überhaupt legt man auch hier wieder viel Wert auf bestimmte Dialogabläufe. Auch seinen extravaganten Grundtouch verliert Fallen zu keiner Zeit. So wie zum Beispiel die Szene, in der die Kontrahenten sich umkreisen und man typische Duell-Musik eines alten Western einspielt. Fallen ist und bleibt speziell und deutlich künstlerisch geartet. Apropos Musik. Hier bleibt man weiterhin eher minimalistisch. Schlüsselszenen befördern den ein oder anderen epischen Soundschnipsel in den Vordergrund, ansonsten ist man eher darauf bedacht, geschliffene Dialoge und düstere Soundeffekte zu kredenzen.

Fazit: Ein großer Ruck aus Richtung des Storytelling und eine Offenbarung, die den ein oder anderen vielleicht ein wenig (mit Blick auf End of Time) stören könnte. Für Diskussionsstoff dürfte „Prag“ in jedem Fall sorgen. Starke Sprecher, schicker Klang, extravagante Spielerein. Fallen bleibt interessant und einzigartig. 9 von 10 Punkte