VÖ: 19.05.17
(Contendo Media)

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CONTENDO MEDIA

Klapptext:

Am Ufer der Nordseeinsel Juist wird eine Flaschenpost angespült. Die Kinderärztin Nele Röwekamp und ihre Nichte staunen nicht schlecht, als sie darin das Auge eines Menschen finden. Ein Kommissar von der Nachbarinsel Borkum soll den Fall untersuchen und geht schließlich gemeinsam mit Nele auf Spurensuche. Wie es scheint, treibt im niedersächsischen Wattenmeer ein Serienmörder sein Unwesen. Und er hat bereits sein nächstes Opfer im Visier!

Sprecher:

Nele Röwekamp – Daniela Bette-Koch
Arne Brekewoldt – Markus Pfeiffer
Frank Paulsen – André Beyer
Jette Dransfeld – Celina Walter
Christina Dransfeld – Anita Hopt
Fabian Lütkens – Uve Teschner
Mark Dorner – Jan-David Rönfeldt
Hans-Peter Versmann – Wolf Frass
Elke Jansson – Vanessa Topf
Susanne Lütkens – Theresa Schulte
Hannah Vogt – Merete Brettschneider
Pferdekutscher – Tobias Lelle

Kritik:

Mit den „Insel-Krimi“ hebt man eine frische Serie bei Contendo Media aus der Taufe. Entfernt erinnert man mit dem Serienaufbau an die Schwesterserie Morgan & Bailey. So besitzt auch der Beginn von „Die Toten von Juist“ einen sehr ähnlich gehaltenen Charme. Allerdings portiert man das Setting auf die deutschen Inselgruppen (in diesem ersten Fall Juist). Im Gegensatz zu zwei Priestern setzt man hier auf eine Ärztin und einen Kommissar als Team das uns von nun an begleiten wird. Die Rollen erzeugen auch hier von Beginn an Symphatie und die beiden Hauptrollen Daniela Bette-Koch und Markus Pfeiffer zeigen eine große Homogenität im Zusammenspiel. Überhaupt gibt es im Sprechercast keinerlei Ausfälle und zudem eine schöne Auswahl an charismatischen Stimmen. Auch familiäre Bande werden geschlagen und weitere Rollen eingeführt von denen wir hoffentlich noch hören werden. Was auffällt und nicht anders von Contendo zu erwarten war, ist die dichte und stimmungsvolle Inszenierung der Handlung. Tolle Soundeffekte prasseln auf den Hörer ein die zudem das raue Inselsetting hervorragend betonen und wiedergeben. Schade fast, das der erfrischend heitere Soundtrack nur zu Beginn und am Ende dominiert und man zwischendrin eher auf Atmosphäre der Insel setzt. Hier dürfte man gerne noch ein wenig mehr an musikalischer Vielfalt bieten. Doch zum Fall an sich und somit der Handlung. Ein stimmiger Krimi der außerhalb der Serienhandlung auch durchaus in Mord in Serie oder eben Morgan & Bailey hätte spielen können. Hier noch eher ruhig und erst gegen Ende spannend und dramatisch bekommt der Krimifreund inhaltlich genau was man erwartet. In jedem Fall eine Bereicherung der Hörspiel-Krimi-Szene fern ab vom dröfundsechzigsten Sherlok Holmes und dessen Clonen.

Fazit: Ein gelungener wie stimmiger Einstieg. Toll inszenierte Krimi Kost mit nordisch rauen Charme und hohen Unterhaltungswert. 9 von 10 Punkte