VÖ: 26.05.17
(Gigaphon)

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DRAGONBOUND

Klapptext:

Die Drachenprinzessin kehrt endlich zurück nach Norland. Prompt wird sie von einem wilden, unheimlichen Tier angefallen und gebissen. Der Vorfall ist schnell wieder vergessen – bis Lea plötzlich Stimmen hört, die von ihr verlangen, schreckliche Dinge zu tun. Sie wird von Alpträumen geplagt und stellt merkwürdige Veränderungen an sich fest. Eines Morgens klebt Blut an ihren Händen. Das Blut eines Menschen…

Erzähler – Jürgen Kluckert
Lea – Bettina Zech
Telon – Christian Rudolf
Dogo – Martin Sabel
Rodge – Jann Oltmanns
Koni – Christian Senger
Gasgarian – Matthias Keller
Amelia – Jana Schmidt
Eysann – Christian Marx
Fredo – Horst Kurth
Kelianer – Jan Langer
Tavernengast – Tim Casper
Skolnik – Stefan Lindner
Soldat – Detlef Tams
Barde – Dirk Hardegen
Geschichtenerzählerin – Dagmar Bittner
sowie – Jan Odle, Ingolf Biehn, Sylverster Beck

Kritik:

Nein, Lea ist Faldarun nach wie vor nicht los. Doch immerhin kehrt die Drachenprinzessin in die Obhut ihrer Freunde zurück. Das Setting wird somit schlagartig vertrauter und liebgewonnene Stimmen kehren zu ihren Hauptrollen zurück. Das Spiel geht immer noch weiter, welches der undurchsichtige Wanderer mit Lea treibt. Der Einstieg in diese Folge ist wunderbar düster und atmosphärisch. Wer aber vermutet, daß die fein inszenierten Skolniks im Hörspielverlauf auch weiter in Erscheinung treten, der wird indirekt enttäuscht. Denn der Biss der Lea widerfährt, hält das Geschöpf nur als geisterhafte Stimme im Kopf der Prinzessin weiterhin lebendig. Die Zutaten der Reihe bleiben, wie nicht anders zu erwarten, alle erhalten. Eine ruhige Handlung. Wortreiches Geplänkel und eine tolle Dynamik, die das Hörspiel immer wieder schlagartig aus dem trägen Trott fegt um reißerische traumhafte Szenen zu kredenzen, die am Gemüt des Hörers rütteln. „Die Nacht der Skolniks“ endet dann auch mit einem Knall auf Gigaphon-Art mit einem Cliffhänger und dem Verweis auf Fortführung mit der nächsten Folge. Möge sie nicht so lange auf sich warten lassen. Was sofort bestechend ins Ohr dringt ist die tolle und sehr kraftvolle Produktion der Serie. Schöpfer Peter Lerf schöpft hier wieder aus den Vollem um einen prächtigen Atmosphärehammer zu kreieren. Musikalisch indes bleibt man weiterhin unauffällig und setzt den Focus auf die Sprecher und deren Unterhaltungen. Apropos Sprecher. Bis auf 2 Amateurrollen (die allerding gar nicht mal so übel gesprochen sind) gefallen die Leistungen der sympathischen Sprecher wieder vollends.

Fazit: Als Dragonbound-Stammhörer ist man ja Leid in Form endloser Cliffhänger gewohnt. Das Interesse bleibt weiterhin hoch an dieser Serie. Die Machart besticht mit sehr liebevollen Details und kraftstrotzender Produktion. Im Bereich Fantasy weiterhin eine mehr als besondere Serie. 8,5 von 10 Punkte.