VÖ: 28.04.17
(Echozone)

Style: Gothic Rock

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M.W. WILD

Kritik:

„Corrosive Mind Cage“ der Cascades hat sich dereinst wirklich oft in meinem CD Player gedreht. So hat M.W.Wild schon einmal mehr als nur Neugier, sondern auch Aufmerksamkeit meinerseits. Die Klientel dieser Soloscheibe zielt klar in Richtung alter Sisters of Mercy oder 69 Eyes. Düster kraftvolle Singstimme trifft auf dezent griffige Keyboard und typische Gothic Gitarren Riffs. Produktionstechnisch geht das Ganze eigentlich in Ordnung, doch die ewig klingelnden Becken nerven auf Dauer dann doch ein wenig. In Bezug auf die Keyboards kreiert man dezente Melodien die nur sehr hintergründig das Mittelohr streicheln und eine Weile brauchen sich festzusetzen. Dominiert wird die Melodieführung klar von der leadführenden Gitarre, die sich hier aber deutlich an genretypische Standards hält. Überraschungen erlebt man in puncto Songwriting eigentlich keine. Düsternis liegt über allem, dominiert vom sehr markantem, aber leider auch sehr begrenztem Gesang von Mr. Wild. Dennoch schafft man es eine gewisse Dynamik in die Songs zu packen. Gleiches gilt für Bandbreite der 13 hier präsentierten Songs. Tief depressive Balladen treffen auf kernige, düstere Rocker. „The Third Decade“ entblättert sich bei mir erst nach und nach. Zu stark erinnert jedes Stück an The 69 Eyes und Die Sisters of Mercy. Man geht einfach komplett auf Nummer sicher und orientiert sich bis auf das I-Tüpfelchen an diesen Vorbildern. Leider bleibt hier der ständig fade Beigeschmack des „Hab ich bereits schon einmal gehört“ oder „Kenne ich das nicht schon von….“ der dieses Album doch ein wenig belastet. Wen diese doch sehr offensichtliche Whoreshipment nicht stört und obig genannte Ikonen gerne in den Player packt, kann hier wenig falsch machen, erlebt aber auf der anderen Seite keine echten Überraschungen. 7 von 10 Punkte für ein ganz ordentliches aber leider nicht besonders originelles Gothic Rock Scheibchen alter Schule.