VÖ: 21.04.17
(Scarlet Records)

Genre:
Melodic Power Metal

Homepage:
CRYONIC TEMPLE

CRYONIC TEMPLE, eine schwedische Power Metal Truppe, die mir in den Jahren 2002 – 2005 mit ihren ersten drei veröffentlichten Alben richtig Spaß bereitet hat. Das vorerst letzte Lebenszeichen „Immortal“ (2008) steht dagegen schon gar nicht mehr auf meiner Bestandsliste. Wieso eigentlich nicht? Nach den vielen Jahren der Unterbrechung einer CD-Veröffentlichung wagt man jetzt offensichtlich einen Neuanfang. Dieser beinhaltet u. a. auch einen neuen Sänger, den ich als Mattias Lilja identifizieren konnte. Was gibt es sonst über den 14-Tracker mit einer Spielzeit von stolzen 61 Minuten Länge zu berichten? „Into The Glorious Battle“ ist das erste und inhaltlich in der Zukunft angesiedelte Konzeptalbum der Jungs aus Borlänge, der Geburtsstätte vieler guter Bands in Schweden (u. a. SABATON). Musikalisch geht man keine wirklich neuen Wege, schreitet aber auch nicht auf ausgetretenen Pfaden. Gerade bei den Gitarren hört man schon noch die Handschrift vom einzig verbliebenen Gründungsmitglied Esa Ahonen heraus. Dies bezieht sich auch auf die Melodieführung und –bögen bei den Gesangslinien. Der Kenner der mittlerweile als Quintett agierenden Truppe wird recht schnell heraushören, um welche Band es sich hier dreht. Und doch hört sich einiges verändert an. Die Gitarren klingen ein wenig anders, ja teilweise sogar im Rhythmusbereich härter („All The Kingsmen”). Bei den Gitarrenlicks und -soli bleibt aber fast alles beim Alten. Uptempo Nummern wie „Man Of A Thousand Faces“ oder der Titeltrack haben ihren Wiedererkennungswert. Allerdings mogeln sich hier und da, wie z. B. bei „Prepare For War”, leicht trallala behaftete Elemente in die Songs ein, was schon mal zu einem Belächeln des Stücks führen kann. Man öffnet sich auf „Into The Glorious Battle“, keine Frage. So nimmt das balladeske “Heroes Of The Day” schon mal Züge von SONATA ARCTICA an oder „Mighty Eagle” könnte man auch THUNDERSTONE zuordnen. Spieltraum für ausreichend melodische zu wählende Lieblingssongs für den Fan ist gegeben. Man muss sich eben nur auf den neuen Sänger einlassen, der jetzt nicht mehr so klar und hoch singt wie noch Johan Johansson alias Glen Metal, aber auch wieder als ein guter seines Genres eingestuft werden darf und gerade bei den langsameren, rockig angehauchten Stücken sogar mehr glänzen kann („Can't Stop The Heat”).

Fans des schnelleren, melodischen Power Metals, die CRYONIC TEMPLE bislang noch nicht kannten, dürfen als Vergleich neben den bereits benannten Bands z. B. auch INNERWISH oder SERIOUS BLACK heranziehen.

Punkte: 8/10