05 goddethroned

VÖ: 05.05.2017
(Metal Blade Records)

Style: Death Metal

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GOD DETHRONED

Bei den Holländern von GOD DETHRONED hat man schon Entzugserscheinungen gehabt, denn sieben lange Jahre hat es gedauert, bis von der Death Metal Institution wieder was vorliegt.
Das Intro „A Call to Arms“ lässt schon fast mit Melodien das Werk eröffnen, doch „Annihilation Crusade“ lässt mal gleich erahnen, wo Bartels den Most holt. Wahnsinnig fett rollende Double Bass und megaharte Riffs lassen den Reigen losgehen und wenn es dann zu sägen beginnt und die Drums rasen wie ein Berserker, bekomme ich meinen Stoff, den ich mir von den Herren um Sänger / Gitarrist Henri Sattler gewünscht habe. Vor allem die schnittigen Soli Parts sind ebenso ein Hammer wie das folgende Titelstück. Hier gehen GOD DETHRONED erst mal wuchtig an den Start, hauen dann Death / Thrash Salven vor dem Herrn raus und lassen das Tempo fast durchgehend auf hohem Niveau. „On the Wrong Side of the Wire“ ist nicht wirklich rasant, doch den Druck, den GOD DETHRONED hier aufbauen, ist wie in Stein gemeißelt und erst danach bei „Close to Victory“ kommt eine dermaßen heftige Knüppelattacke auf mich zu, dass man nur noch in Deckung gehen kann. Die Herren lassen hier eine monstermäßig geile Nummer vom Stapel, die ein zeitloser Knüller ist. Danach legt sich der Staub bei dem instrumentalen „Konigsberg“, das ganz sanft wirkt, doch daraus baut „Escape Across the Ice (The White Army)“ einen Wall aus fetten Riffs aus, die sich mächtig vor einem aufbauen. Auch dadurch, dass der Track nicht über das Mid Tempo hinausgeht, merkt man den hohen Druck, den die Nummer versprüht und auch die Melodiebögen passen hier sehr gut rein. „Breathing Through Blood“ geht anfangs mit dem Tempo noch weiter runter, der Song schleppt sich förmlich und setzt mit dem Solo zu Beginn schon Akzente, doch wie aus dem Nichts rasen GOD DETHRONED los und legen alles in Schutt und Asche. Wenn es Death Metal Groove gibt, dann hat den „Messina Ridge“ gepachtet, das mit coolen Soli durchzogen wird und „The 11th Hour“ ist am Ende mit über sechs Minuten Laufzeit eine von harten Riffs getragene Nummer im mittleren Speed.
GOD DETHRONED hätten an der ein oder anderen Stelle gerne mehr Gas geben können, aber was hier geboten wird, an dem gibt es so gut wie nichts zu meckern, so dass hier auch 8,9 von 10 Punkten fällig werden.