Style: Heavy Metal/N.W.O.B.H.M.

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POWERGAME

Lust auf knackigen N.W.O.B.H.M. ganz früher 80er-Schule? Dann liegt ihr sofern ihr ein Faible für traditionellen N.W.O.B.H.M. habt bei POWERGAME die sich nach dem ersten Track des gleichnamigen TOKYO BLADE-Erstlings Powergame benannten, genau richtig. Zu hören gibt’s acht eigenständige am guten alten N.W.O.B.H.M.-Sound bevorzugt IRON MAIDEN im Anfangsstadium der Paul Di Anno-Phase (1979-81) bis zu den zwei ersten Alben der darauf folgenden Bruce Dickinson-Ära (1982 – 1983), GRIM REAPER, BLITZKRIEG, SAMSON, TOKYO BLADE usw., festhaltende Kompositionen beinhaltet. 'Beast On The Attack' so der Titel des Longplaydebüts der Härtnercrew aus Bielefeld sprüht geradezu vor krachenden Riffs, explosiven Leadsoli, hymnenhaften Songstrukturen, tempo forcierten Gitarrenattacken, sauber integrierten Breaks mitsamt reichlich guten alten klassischen Heavy Metal-Spirit atmender Attitüde. Der Gesangsstil von Matty beinhaltet aggressive Shouts gepaart mit räudigem Straßenflair dem sich teils langgezogene Hochtonschrei-Arien hinzugesellen, die nicht immer eines jeden Fall sein mögen - zum N.W.O.B.H.M. gehört's - soviel darf angemerkt sein, - ohne wenn      und aber dazu (und ja: mir gefällt's!) Eine immens druckvoll präzise aufspielende Rhythmussektion legt das Grundgerüst für das gut ausbalancierte Gebräu fesselnder Metalhymnen. Der Titeltrack „Beast On The Attack“ spricht Bände, dem zwischen Mitdempo und häufig flott auf's Gaspedal tretend pendelnde von kräftigen Backgroundvocals flankierte Ohrwürmer wie „Rise ofThe Banshee“, Final Dawn“, oder „City of the Dead“ folgen. „Back To The Ruskin' Arms“ ist als Erinnerung dem legendären Live-Pub 'Ruskin Arms' angedacht, - dort, wo IRON MAIDEN damals blutjung, bereits vor Erscheinen ihres Longplaydebüts (1980) in beiden Jahren zuvor - 1978, 1979 - einst ihre ersten Livegigs absolvierten (!), um nur sechs Jahre später bis zum heute unangefochtenen Heavy Metal-Banchenprimus aufzusteigen. Abseits aller Trendanbiederungen kommen alle acht Kompositionen oft erstaunlich nahe an jenen unfassbar magischen Früh-80er Spirit heran - exakt die Grundessenz dessen, was sich im heutigen Sprachgebrauch formuliert - Heavy Metal schimpft!

POWERGAME haben mit ihrem bereits 2015 erschienenen, mir bis dato (noch) unbekannten Erstling durch ihren Auftritt  im Sägewerk einen Nerv getroffen. Je mehr die CD im Playerschacht rotiert, desto effektiver greift ihr Inhalt! „Your Own Fate“, „The Opressor“ und „Osiris Reigns“ vom 2013er Demo passen sich dem Niveau einer prickelnden wahnsinnig viel echtes N.W.O.B.H.M.-Flair versprühenden Tonkonserve locker an. Den ungewöhnlichsten Part des Achttrackers bildet das von düsterer Stimmung umrahmt klagend melancholische in Verbindung zu heroischer Farbstreuung getragene allen anderen sieben Tracks entgegenwirkend relativ langsam zeitweise Doomlevel erreichende 7:07 Minuten-Opus „Osiris Reigns“ deutlich längste Nummer des 38-Minuten fassenden Debüts rundet den Achttrackling wie auch der im Zentrum unter Blitzen und erhobenen Händen im Mittelpunkt platzierte Muskelmann mit Voodomaske gelungener maßen ab.

Fazit: Überzeugte N.W.O.B.H.M.-Maniacs und traditionelle Oldschooler/innen können sich bedenkenlos auf 'Beast On The Attack' einlassen und gleichermaßen Gefallen daran finden. 8/10