06 zurvan

VÖ: bereits erschienen
(Satanah Records)

Style: Black Metal

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ZURVAN

ZURVAN stammen ursprünglich aus dem Iran und da ist es eher eine Seltenheit, dass eine Band gerade aus einem solchen Land sich dem Black Metal widmet. Hier ist nun das zweite Album der Band, dass mit „Gorge of Blood“ beginnt und das auch eigentlich einen guten Eindruck hinterlässt. Die Vocals kommen aggressiv an, das Riffing auf nordische Frostigkeit ausgelegt und das Tempo oftmals auch recht hoch angesiedelt. Die Herren können zwar auch gut mit dem Speed jonglieren, aber da muss man auch gestehen, dass es an manchen Stellen noch etwas hakt. „Convulsion“ macht etwas auf Breaks und das funktioniert zwar auch nicht immer, aber das dreckige in dem Stück kommt besser bei mir an und der „Kiss Of Death“ überrascht sogar. Hier werden langsame und sanfte Parts eingebaut, die Melancholie ist spürbar und in Sachen Tempo hält sich das Stück auch dezent zurück. Das donnern der Drums bei „Isolation of Sense“ weiß zu gefallen und auch hier kommt so ein dreckiger Drive auf den Plan, der gut wirkt. Danach kommt eine sehr starke Nummer namens „Self-Mutilation“ die einen hymnischen Black Metal Anteil hat, der sich weit öffnet. Leider hat „Kafir“ keine nennenswerten Höhepunkte, Mid Tempo, ballern, Mid Tempo, das ist leider eine Spur zu vorhersehbar und das macht „Zurvancide“ dann schon viel besser. Hier gehen ZURVAN mal verdammt aggressiv ans Werk, dann aber auch so weit runter, dass es schon fast depressiv klingt und dazwischen wird gut mit dem Tempo variiert.
Alles in allem sind das hier 13 Stücke mit einer amtlichen Spielzeit von über 66 Minuten, bei denen zwar noch wie schon gesagt einige Baustellen sind, aber wenn ZURVAN den Weg so weitergehen, sind das beim nächsten Mal sicher mehr als die heutigen 6,9 von 10 Punkten.