07 byzantine

VÖ: 28.07.2017
(Metal Blade Records)

Style: Groove / Modern Metal

Homepage:
BYZANTINE

Der aus West Virginia stammende Vierer existiert seit 2000 und läuft unter dem Banner Groove Metal, aber das wäre zu wenig, um die Muck der Amis zu beschrieben. Klar, der Groove regiert über weite Strecken der CD, aber wie im Opener „New Ways to Bear Witness“ kommt auch noch eine satte Prise Modern Thrash mit hinzu und wie in „Vile Maxim“ sind sich die Herren auch nicht zu schade, eine gehörige Portion Prog mit einfließen zu lassen. „Map of the Creator“ ist eine ganze Weile sanft und melancholisch angehaucht, doch dann regiert eine angepisste Aggression im Mid Tempo, die sich dann für starke Melodien aus dem Staub macht. Auch sanft präsentiert sich „Dead as Autumn Leaves“ noch zu Beginn des Stücks, doch dann kommt erneut eine Melancholie auf, das Stück wird sehr vertrackt und melodisch dargeboten, so dass immer eine gewisse Grundspannung da ist. Dann wird es Zeit mit „Trapjaw“ auf moderne Art zu stampfen und in dieser Richtung baut sich auch „The Subjugated“ fast über seine komplette Spielzeit auf. Dafür gewinnt „Incremental“ wieder etwas mehr Härte, die sich mit modernem Gefrickel und eingängigen Passagen vereint. Das Titelstück hat eine ganz besondere Art, hypnotisierend zu grooven und auch massig Melodie mit einzubringen, um den Hörer dann bei „Verses of Violence“ aus seinen Träumen zu reißen. Hier wird auch erst sanft begonnen, Groove, Melodie und Technik verbinden sich zu einer Einheit, doch gegen Ende wird der Track heavy und schnell wie Sau. Leider kommt mit „Moving in Stereo“ ein Song daher, der zwar gute Eingängigkeit hat, bei dem aber das gewisse Etwas doch fehlt, während in „Servitude“ den technischen Finessen Tür und Tor geöffnet sind.
Ab und an verfallen die Amis meiner Meinung nach in zu seichte Gewässer, doch das Album bietet immer noch so viel Abwechslung, dass man 7,3 von 10 Punkten geben kann.