08 paganizer

VÖ: 05.08.2017
(Transcending Obscurity Records)

Style: Death Metal

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PAGANIZER

Auch wenn Rogga Johansson neben PAGANIZER viele andere Spielwiesen hat, liegt hier nun das neunte Album der Schweden Death Metal Institution vor und die kennt wie immer keine Kompromisse. Mit knüppelnder Härte startet „Your Suffering Will Be Legendary“ total grandios, lässt dann aber für das Up Tempo ein wenig den Speed schleifen, um sich dort dann fett einzunisten und nur ab und an noch mal mit kloppenden Ausbrüchen zu überraschen. Zudem werden mit rollender Double Bass und massiven Riffwänden auch noch wuchtige Parts aufgefahren. Mit typisch schwedischen Klängen startet „Dehumanized“, das dann auch erst mal mit ballernden Attacken entzückt, dann aber oft im typischen Elch Tod wandert, aber mit seinem fetten Sound und seiner Intensität immer auch hohem Niveau liegt. Auch in „Forlorn Dreams“ poltert es umwerfend genial, hier wummert der Bass und die Boxen flehen schon nach Gnade. Herrlich, wie Rogga mit seinen Mannen hier auch die schleppenden Parts einfach großartig und wuchtig rüber bringen, so dass man von dem massiven Riff Walzen geplättet wird. Das Titelstück steht erst mal total auf Dauerfeuer, hier wird mächtig scharf geschossen und erneut lassen PAGANIZER ihren typischen Schweden Ufta Death frei, der immer wieder von Knüppel Ausbrüchen aufgebrochen wird. Es gibt wenige Bands, die so wie in „The Insanity Never Stops“ einfach gerade aus ihren Death Metal mit solcher Aggression frei lassen und dabei immer wieder mit überraschenden Breaks jederzeit zu punkten wissen. Walzend kommt der „Selfdestructor“, dabei nimmt er aber nur Anlauf, denn das Tempo steigert sich stetig bis hin zu wüstem Knüppeln, welches direkt von „Death Addicts Posthumous“ übernommen wird und weiter die Post brutal wie Sau abgeht. Auch hier wird es dann typisch skandinavisch, aber das ist sowieso positiv zu sehen. Aus der Reihe fällt auf jeden Fall „The Buried Undead“, denn hier sind glaube ich so viele Breaks drin wie auf der ganzen Platte bisher, aber das passt, so kriegen wir immer wieder spannende Parts und ein cooles Solo zu hören. In „Soulless Feeding Machine“ macht sich zu Beginn ein fettes Donnern breit, das walzt ohne Ende und dabei immer mal ein paar kurze Ausflüge in den Up Tempo Bereich macht und auch noch das Solo feurig wirkt. Geradeaus mit einer Mischung aus Mid und Up Tempo kriegen wir im finalen „Prey to Death“ geboten, das nach dem Solo auch ein paar Baller Parts bietet und sich dann nach knapp 35 Minuten der Staub wieder legt.
PAGANIZER haben mich schon immer locker überzeugt und so sind das auch hier verdiente 8,9 von 10 Punkten.