03 wwehellinacell

VÖ: bereits erschienen
(Fremantle Media)

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WORLD WRESTLING ENTERTAINMENT

Hier ist er, der HELL IN A CELL PPV, bei dem früher immer der Undertaker das Sagen hatte, doch nun ist diese Konstruktion immer sehr gefürchtet und heute kommt es sogar zu drei „HELL IN A CELL“ Matches.
Nach im Intro, dem Feuerwerk und der Begrüßung geht es gleich zum ersten Mal in den geschlossenen Käfig, wo WWE United Champion Roman Reigns seinen Titel gegen Rusev verteidigen muss. Regeln gibt es im Käfig keine und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Wrestler immer wieder Bekanntschaft mit der Konstruktion machen und auch Ringtreppe und weitere Utensilien zum Einsatz kommen. Leider kommt meiner Meinung nach das Match nur schwer auf die Beine und zieht sich auch ein wenig zu lang hin, doch das Ende entschädigt mit einer etwas höheren Härte doch ein wenig.
Danach dürfen die Ladys zum ersten Mal ran und da bekommt es Bayley mit Dana Brooke zu tun und es macht hier unheimlich Spaß, den Damen zuzusehen. Dana kann mit vielen legalen und illegalen Aktionen die Oberhand gewinnen, aber man kennt Bayley und ihre Ausdauer. Konter sind hier an der Tagesordnung und Matches aus der Women's Division sind längst kein Pausenfüller mehr, sondern verdammt gut anzusehen.
Karl Anderson und Luke Gallows stehen sich Big Cass und Enzo Amore gegenüber, deren Einzug und die Catchphrase einfach der Hammer sind und das WWE Universe auch voll dabei ist. Auch im Match ist Enzo flink ohne Ende und macht fehlende Körpergröße durch Technik und Schnelligkeit wett. Karl und Luke versuchen sofort, den „Kleinen“ zu isolieren, um den Vorteil auf ihrer Seite zu haben, denn Big Cass kann ihnen locker das Wasser reichen und darauf haben diese wenig Lust. Natürlich kommt der Hot Tag und die Fans gehen auch voll mit, der Kampf ist ausgeglichen und vor allem sehr flott, wodurch das Zusehen auch eine Menge Spaß macht.
Das nächste Titelmatch findet erneut im Käfig statt und da will WWE Universal Champion Kewin Owens seinen Gürtel gegen Seth Rollins verteidigen. Hier ist die Lage schon anders, denn beide Wrestler gehen mit einem hohen Tempo sofort zur Sache, es wird sehr hart ans Werk gegangen und es kommen auch diverse Objekte zum Einsatz. Bei Athleten gehen verdammt hohes Risiko für den Titel und es bleibt immer noch die Frage im Raum, ob, wie und wann eventuell auch Y2j Chris Jericho ins Spiel kommt, denn wer die Geschehnisse der Wochen zuvor kennt, der weiß, dass Y2J da die große Unbekannte für das Match sein kann. Vor allem bin ich von Owens begeistert, der sich immer weiter zum festen Bestandteil der Top WWE Wrestler etabliert.
Als nächstes kommt es zum Kampf zwischen Brian Kendrick und dem WWE Cruiserweight Champion TJ Perkins und es geht um dessen Titel. Beide haben es natürlich nach einem solchen Match schwer und auch das WWE Universe in der Halle hält sich anfangs mit der Begeisterung noch zurück, aber was beide hier an Geschwindigkeit und Flying Moves veranstalten, ist aller Rede wert. Allem Anschein nach verletzt sich aber Kenrick am Knöchel und das soll dann auch Auswirkungen auf das Ende des Kampfes haben, der sich stetig steigert und am Ende doch mehr als nur gut zu gefallen weiß.
Tag Team Action ist angesagt und die WWE RAW Tag Team Title von Big E und Xavier Woods stehen auf dem Spiel, die Sheamus und Cesaro gerne gewinnen würden. Sheamus und Cesaro, eine größer Hassliebe gibt es eigentlich nicht in der WWE, schon beim Einmarsch will jeder dem anderen den Rang ablaufen und sich vom WWE Universe feiern lassen. Das kommt den Champions natürlich gerade recht und mit der geballten Kraft von Big E soll das Vorhaben Titelverteidigung auch gelingen. Die Herausforderer sind während des Kampfes zwar immer noch nicht so ganz grün miteinander, aber da es um die Titel geht, reißen sie sich doch so gut wie möglich zusammen. Be The New Day weiß man auch nie, was der dritte Mann am Ring macht und in welcher Form da ein Eingriff von außen kommen könnte. Also anschauen und genießen, auch wenn das Ende nicht ganz sauber ist, was mir weniger gefallen hat.
Nun ist der Main Event dran und es gibt gleich zwei Debüts, zum einen sind mit WWE Women's Champion Sasha Banks und Herausforderin Charlotte erstmals (bin aber nicht ganz sicher) zwei Damen im Main Event eines PPV's und zudem ist es das erste HELL IN A CELL Match, bei dem die Ladys im Käfig kämpfen. Und was soll ich sagen, die Damen stehen ihren männlichen Kollegen in nichts nach und noch bevor das Match überhaupt angeläutet wird, kommt schon ein saustarker OMG! Moment. Danach ist nicht ganz sicher, ob der Kampf überhaupt losgehen kann, aber das macht er nach einer Weile und da zeigen die Damen, dass die auch sehr hart zur Sache gehen können. Von wegen Wrestling, hier kommen Stühle und Tische zum Einsatz, die den noch größeren „Holy Shit“ und OMG! Moment zeigen. Auch das WWE Universe in der Halle geht voll mit und es entwickelt sich ein erbitterter Kampf um den Women's Title, den ich in solch starker Form nicht erwartet habe.
HELL IN A CELL ist für mich erwartungsgemäß stark ausgefallen, hier und da sind zwar ein paar Sachen lasch gewesen und man hätte mit etwas mehr Härte einiges mehr herausholen können, aber HELL IN A CELL besticht durch seine sehr guten Wrestler und Wrestlerinnen, die den PPV auf 8,9 von 10 Punkten gepusht haben.