04 snowden

VÖ: 07.04.2017
(Universum Film)

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UNIVERSUM FILM

Alle kennen Edward SNOWDEN seit seinen Enthüllungen und nun hat sich Oscar Preisträger Oliver Stone daran gemacht, einen Film über den Mann zu drehen, bei dem wir foglendes zu sehen bekommen:
Verräter oder Held. Was trieb Edward Snowden dazu, geheime NSA-Dokumente zu veröffentlichen? War ihm bewusst, welchen Preis er dafür zahlen würde? Oscar-Preisträger Oliver Stone bringt mit SNOWDEN das Leben des kontrovers diskutierten Whistleblowers Edward Snowden auf die große Leinwand und zeigt den Menschen hinter dem Mythos, der mit seinen Enthüllungen der Welt die Augen öffnete, dafür aber seine Karriere und Heimat aufgeben musste. Es ist die Geschichte eines normalen Mannes, der es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren konnte, zu schweigen…

Gleich am Anfang bekommen wir eine Info, dass die die dramaturgische Darstellung der wahren Geschichte des Edward SNOWDEN sein soll und Mr. Stone fängt da schon früh an, denn Edward wollte eigentlich gar nicht zum Geheimdienst, sondern Soldat bei einer Spezialeinheit werden, aber seine schlechten Knochen, die auch noch bei der Ausbildung brachen, haben dieses Vorhaben schon mal scheitern lassen. Herrlich ist auf jeden Fall, wie blöd der „Lehrer“ beim Einstellungstest da steht, als SNOWDEN schon nach wenigen Sekunden ein Programm hergestellt, geknackt und wieder repariert hat, was ihm dann auch letztendlich den Job eingebracht hat. Was dann folgt kennt man, SNOWDEN findet heraus, wie man jemanden am besten bespitzeln, belauschen oder überwachen kann, so dass der oder diejenige es gar nicht mitbekommt. Ja sogar die Webcams lassen sich im ausgeschalteten Zustand knacken und so mancher, der schon vor langer Zeit „Big Brother Is Watching You“ gebrüllt hat, der hat sei den SNOWDEN Enthüllungen recht, ja sogar unsere Kanzlerin ist vorm Ausspähen ihres Handys nicht sicher.
Klar hat Oliver Stone hier auch mal auf Dramatik gelegt, aber das besondere ist, dass er SNOWDEN weder gut noch böse darstellt, so dass sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. Natürlich ist hier 135 Minuten lang fast nur Dialog, aber spannend gemacht, wie man es von Oliver Stone eben gewohnt ist und daher sind auch lockere 8,6 von 10 Punkten gerechtfertigt.