Konzert vom 30.03.17
Support: Gyze, Majesty

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BATTLE BEAST 
MAJESTY 
GYZE

Ausverkaufte Hütte heute Abend in Siegburg. Die Bandausrichtung seit dem Abgang von Anton Kabanen hat sich anscheinend endgültig durchgesetzt und fest etabliert. Die Dance und Disco Ausflüge der Finnen kann man sicherlich heiß diskutieren, nichts desto trotz sprechen die Reaktionen und die verkauften Tickets klar für sich. Doch erst einmal dürfen um 19.45 die Japaner von GYZE auf die Bretter. Bereits im Vorfeld hatte ich Youtube bemüht, um mir einen Eindruck über das Trio zu verschaffen. Sieht man von Death Metal Gegrunze einmal ab, passt der hochmelodische musikalische Background eigentlich ganz hervorragend in das heutige Gesamtpaket. Schade, dass eine fehlende 2. Gitarre live nicht den nötigen Bums der CD Produktion liefern kann. So klingt die melodieführende Gitarre von Ryoji ein wenig dünn. Das ändert aber nichts daran, dass hier ein echter Virtuose an der Klampfe arbeitet. So macht sich nach dem 6 Track starken (und knapp 30 Minuten langen Set) nach und nach echte Erleichterung auf den Gesichtern der Japaner breit. Gefeiert, angefeuert und stark verabschiedet dürfte dieser Auftritt den Asiaten viel an Sympathien eingebracht haben.
Rating 7 von 10



Der Umbau dauert nur fixe 10 Minuten und MAJESTY treten ihren Siegeszug im Kubana an. Der Ruf des True Metal ist sicherlich nicht mehr der Beste. Besonders in Bezug auf die Kasper of Metal Manowar, die dieses Genre nicht wirklich rühmlich wirken lassen. Leider mag ich die statischen 2 Wort Refrains und klischeetriefenden 3-Satz-Texte der Jungs nicht wirklich. Allerdings wuppt man dieses Manko seit Jahren mit musikalisch ausgesprochen netten Stücken und einer beharrlicher Konsequenz in Form von guten Alben. Kein Wunder also, dass die Jungs hier von der ersten Minute an gefeiert werden, jeder Song lautstark mitgesungen wird und die Stimmung bereits kurz vor dem Siedepunkt ist. Schweißtropfen auf der Stirn sind spätestens ab der Mitte des Sets Pflicht, denn es wird langsam immer heißer durch die Masse an Leuten, die sich vor der Bühne drängen. So lassen sich Majesty auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und finalisieren ihren Siegeszug (nach anfänglicher Anspannung) mit echter Spielfreude und einem top Set mit 60 Minuten Länge. Sehr zugute dürfte den Burschen auch der hervorragende Klang im Kubana gekommen sein, denn der Sound war durchgängig ganz hervorragend.

Setlist:
Die like Kings
Hail to Majesty
The Final War
Yolo Heavy Metal
Metal Law
Heroes in the Night
Thunder Rider
Rebels of Our Time
Fighting Till the End
Rating 8,5 von 10



Eng, warm und mummelig ist es, als BATTLE BEAST um ca. 21.45 Uhr das Kubana erbeben lassen. Brillanter klarer Sound, gut gelaunte Bandmates und Noora, die divenhaft sofort das Kommando übernimmt und alle Blicke auf sich zieht. Für mich ist die Gute eine der DER Frontfrauen im Metal. Stimmlich fantastisch aufgelegt sitzt selbst bei ihrer Bühnenaerobik einfach jeder Ton. Auch schön dass man das kindisch, pubertäre Gebaren und die Trinkspielchen der Jungs der Vergangenheit fast gänzlich gegen Null gefahren hat. Alles wirkt runder, stimmiger und somit professioneller. Man lässt die Musik sprechen. Denn dafür sind wir heute schließlich alle hier. Die Songsauswahl am heutigen Abend gediegen, erwartet und stimmig. Was soll man auch machen, wenn man nur Hits zur Verfügung hat und irgendwann mal ins Bett möchte? So bläst man 16 Knaller in freudige Gesichter und hält das Kubana durchgängig auf Betriebstemperatur. Kurios übrigens, dass selbst Battle Beast schon gegen Manowar feuern, deren größten Hit als Cover ankündigen, um schließlich Last Christmas von Wham anzustimmen. Spricht Bände. So etwas passiert halt wenn klassische Narzisten sich auf Dauer selbst demontieren. Häme die ich unterstützen kann ;) Fast schon episch dürfte der Umstand sein, dass man zur Zugabe erst einmal mit einer Tasse Kaffee auf der Bühne erscheint. Der Kubana Service lockt Bands nicht zu Unrecht immer wieder in den heimeligen Club.
Was bleibt ist wohl das Fazit: Die nächsten Clubs dürften wohl größer ausfallen, wenn man den qualitativen, musikalischen Output halten kann. Dass Battle Beast eine machtvolle Liveband sind haben sie auch heute wieder eindrucksvoll bewiesen. Hier sitzt jeder Ton und Noora sorgt mit stimmlicher Brillanz und Vielfalt immer wieder für Gänsehaut. Ein geiler Abend, den man allen Nackenwacklern empfehlen kann, darf und muss.
Rating 9,5 von 10



Setlist:
Straight to the Heart
Bringer of Pain
Familiar Hell
Into the Heart of Danger
We Will Fight
Let it Roar
Black Ninja
Far From Heaven
Lost in Wars
Iron Hand
Touch in the Night
Bastard Son of Odin
Enter the Metal World
Out of Control
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Last Christmas (Cover)
King for a Day
Beyond the Burning Skies

Weitere Fotos vom Konzert (© Martin Bothmann) findet Ihr in Kürze >HIER<