Konzert vom 05.05.17
Support: One Desire, Shotgun Revolution

Homepage:
SHOTGUN REVOLUTION
ONE DESIRE
ECLIPSE

Kritik:

Mit der aktuellen Tour haben Eclipse ein sehr feines skandinavisches Paket geschnürt, das sich absolut hören lassen kann. Kein Grund also, zuhause zu verschimmeln, sondern stattdessen die Vorzüge des Kubana zu genießen. Die Gastronomie platzt am Freitag Abend bereits wieder aus allen Nähten. Schade nur, dass es nicht alle auch in den Club und vor die Bühne geschafft haben, denn es bleibt ein wenig überschaulich, was die Publikumszahlen angeht. Und das ist Fakt, Eclipse hätten deutlich mehr verdient. Doch dazu später. Starten dürfen die Dänen von Shotgun Revolution. Eigentlich passt deren bluesiger Rock´ n Roll heute Abend ja eher weniger in das Tourpaket. Doch besitzen die Jungs die Gabe, das sehr melodisch geprägte Publikum sofort mit ihrem kernigen Rock zu fesseln und zu begeistern. Der letzte Abend der Dänen im Tourtross. Somit gibt man in dem 8 Track starken Set noch einmal richtig Gas und läutet zum nachfolgenden Schlussverkauf. 10€ für Shirts und CD´s sind mehr als nur fair. Aber nur bis 21 Uhr. Um 21.01 Uhr ist Schluss wie Sänger Ditlef verkündet. ;) Und siehe da, die Schlange an Kaufwilligen ist lang während die Jungs bereits für die lange Heimreise packen. Rating 8 von 10

Setlist Shotgun Revolution:
Bleeding
Don´t Stop That
Driving Without
I Don´t Care
Rise to Power
Constantly
SOB
City Of Fire

Ein ganz anderes musikalisches Kaliber sind dann um 21 Uhr One Desire. Die Eclipse Labelkollegen passen heute perfekt in diesen Abend. Mit dem Ex Sturm und Drang Shouter Andre Linman am Mikro hat sich Bandgründer Ossi zudem den perfekten Mann ans Mikro geholt. Denn musikalisch führt man eigentlich genau das fort, was Sturm und Drang dereinst begonnen haben. Den vor allem live perfekt funktionierenden Mix aus kernig grollenden Rockern und soften Boygroup Songs. Dass die Finnen mit ihrem selbstbetitelten Debüt keine Unbekannten mehr sind, zeigen klar die begeisterten Publikumsreaktionen. Das Kubana ist bereits auf Betriebstemperatur. So spielt man 7 Songs, bietet amüsanten Smalltalk und einen sehr satten, ausgewogenen Sound. Ein starker Set, bei dem lediglich Andre das ein oder andere mal stimmlich schwächelt. Dass alle CD´s restlos ausverkauft waren, dürfte eine klare Sprache sprechen. One Desire haben eine Duftmarke gesetzt und dürften eine erfolgreiche Zukunft besitzen. Hiervon gerne und jederzeit mehr. Rating 8,5 von 10

Setlist One Desire:
Hurt
Turn Back Time
Apoligize
Love Injection
This Is Where The Heartbreak Begins
Whenever I´m Dreaming
Buried Alive

Dass Eclipse den Ruf einer fantastischen Liveband haben, dürfte sich bereits herum gesprochen haben. Was man hier aber mit der superben Soundanlage des Kubana zaubert, ist schon weltklasse. Druckvoll und glasklar bläst man einen perfekten Set in die Menge, der zum größten Teil auf dem grandiosen „Monumentum“ Album fußt. Eine Scheibe mit der man sich in der Tat ein Monument gesetzt hat. Shouter Erik verzichtet bei den ersten 3 Songs noch auf seine Klampfe, um mit energetischem Stageacting den Club zum steten Köcheln zu bringen. Absolut genial was der Bursche stimmlich zustande bringt. Vor allem der 3 Song starke Akustik Mittelteil besitzt Gänsehautatmosphäre. Überhaupt sollten Eclipse ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen, denn die angeblich „kleine“ Band aus Schweden, wie Erik bescheiden verkündet, liefert hier ein dermaßen professionellen und technisch brillanten Auftritt, der nachhallend in Erinnerung bleiben wird - das ist Fakt! Hit um Hit knallt man in verzückte Gesichter und hält sich nicht mit sinnentleertem Geschwafel auf. Denn wenn Kommentare erfolgen, so sind diese nicht aufgesetzt und klischeehaft, wie bei den meisten Bands, sondern aus tiefstem Herzen und genau so gemeint, wie man sie ausspricht. Ein Umstand, der die Jungs noch um vieles sympathischer macht als sie eh schon sind. Die Spielzeit verfliegt und das Nivau der Stücke kratzt dabei pausenlos die 100% Marke. Dass nach 105 Spielminuten definitiv jeder glücklich und zufrieden den Club verlässt, scheint zum Credo der 4 Sympathen zu gehören, die im Anschluss noch eifrig Autogramme schreiben und Hände schütteln. Und nein Jungs, nicht Ihr habt euch pausenlos und artig für das Kommen der Fans zu bedanken, sondern WIR alle, die wir diesem grandiosen Abend beiwohnen durften !!!

Fazit: Wenn man nach einem schweißtreibenden Set das Freuden-Pipi in den Augen hat, weiß man, dass man den perfekten Abend erleben durfte. Eclipse haben hier mit einer unglaublichen lässigen Leichtigkeit ein Können unter Beweis gestellt, von dem sich manch andere Band eine Scheibe abschneiden könnte. Soundtechnisch einfach perfekt gepegelt darf ich mich vor der heutigen Darbietung artig verneigen. Jederzeit und überall wieder. Rating 11 von 10 ;)

Setlist Eclipse:
Vertigo
Never Look Back
The Storm
Wake Me Up
Killing Me
Jaded
Hurt
Drum Solo
Live Like I'm Dying (Acoustic)
Wide Open (Acoustic)
Battlegrounds (Acoustic)
Downfall Of Eden
Black Rain
S.O.S.
Stand On Your Feet
Runaways

I Don't Wanna Say I'm Sorry
Caught Up In The Rush
Bleed & Scream


Weitere Fotos von diesem überragenden Konzert gibt es >hier<