DISMEMBER - "The God That Never Was"


Image

VÖ: 20.02.06
(Regain Records)

Homepage:
www.dismember.se

Als die Schweden vor vier Jahren nach einer längeren Pause mit „Where Ironcrosses Glow“ und der Live DVD „Live Blasphemies“ wieder von sich reden machten, gab es einen richtigen Ruck in der Death Metal Szene. Das Urgestein war zurück, der Inbegriff und Mitbegründer des Schweden Todesblei blies alles weg.

Nun kommt mit dem neuen Album das, was man erwartet, treibende Riffgewitter, donnernde Drums und die gewohnt brutale Stimme von Matti Kärki lassen den Opener schon gleich zu einem Highlight werden. Ein geiles, scharfes Soli peppt den Knaller „Shadows Of The Mutilated“ richtig auf und es sind teilweise sogar melodische Riffs mit vorhanden. Bei der „Autopsy“ zeigen die Urväter des Death Metal, wo Bartels den Most holt und ballern gnadenlos einen fetten Riff nach dem anderen auf die erfreute Hörerschaft. Niemals vergessen, niemals aufgeben, so könnte auch das Motto der Band sein,  „Never Forget, Never Forgive“ ist ein eher schleppender Song, der aber einen hohen Grad an Power und Brutalität aufzeigt. Flotter den je gehen die Schweden bei der etwas kürzeren Nummer „Trail Of The Dead“ zu Werke, aber mit einer brachialer Urgewalt, die sich gewaschen hat. Stampfend und technische mit sehr versiertem Drumming von Dismember Mitbegründer Fred Estby donnert „Blood For Paradise aus den Boxen und besticht zudem mit herrlich groovenden Parts. Geradlinig und Death Metal geradewegs auf die Zwölf ist der Reißer „Feel The Darkness“, ein Stück voller Power der Extraklasse. Die eher schleppende Nummer „Where No Ghost Is Holy“ ist richtig düster und irgendwie ist der Sound hier etwas dumpfer wie bei dem Rest des Albums. Der Titeltrack ist auch noch ein reines Death Metal Brett des Quintetts, das ein etwas mehr als 35-minütiges Album beendet. Man war das ein Hammer, gleich noch mal Play drücken und die Pioniere des Death Metal genießen, denn auch mit ihrem mittlerweile siebten Album zeigen Dismember, wie wahrer Death Metal sein muss und solange es die Band gibt, wird der Death Metal regieren. Mit dieser Scheibe und dem genialen Artwork haben Dismember in 2006 wieder alles richtig gemacht und präsentieren auch ihr bis dato bestes und alles zermalmendes Album der Extraklasse.