DEJA VU – Ejected

Verfasst von Michael Toscher am .



VÖ: 08.04.16
(Infernö Records)

Genre:
Heavy/Power Metal

Homepage:
DÉJÀ VU

Bereits im Jahr 1987 (nach einem OVERKILL-Gig) ins Leben gerufen, haben DEJA VU mehrere Besetzungswechsel hinter sich, um 2000 den Neuanlauf zu starten, der nun mit Langeisen Nummer drei seine Fortsetzung findet. Das es sich hier nicht um grüne Jungs, sondern vielmehr gestandene ihr Metier kennende Musiker handelt, die noch lange nicht zum alten Eisen gehören, sondern genau wissen, was sie wollen, zeigt sich schnell am  fetzigen Auftaktopener. „Hell or High Water“ kommt richtig schön druckvoll mit kräftig viel Dampf auf dem Kessel in Fahrt. Hämmer wie  „Step Into The Fire“, „Inferior“ und „Midnight Rider“ grooven sich unwiderstehlich im IRON MAIDEN-Taktmuster ins Gehör wobei nicht nur einzig der prächtig theatralische Gesang ziemlich nahe an Sangesikone Bruce Dickinson heran reicht. „Run For The Light“ besitzt neben starkem MAIDEN-Flair locker in Richtung STEELPREACHER gehendes Flair. „Rainmaker“,  kombinieren Spirit früher IRON MAIDEN mit erfrischend flotter Highspeed-Power von OVERKILL. „Keep Yourself Alive“ müffelt überraschend nach geradlinigem Speed/Thrash im AGENT STEEL/ NUCLEAR ASSAULT/ANTHRAX/ EXODUS/ FORBIDDEN/ OVERKILL-Teich mitschwimmend, wobei der Gesang häufig aggressiv in mittlere Tonlagen gleitet um an passender Stelle in den Hochtonbereich umzuschalten, während „Made in Hell“ zielsicher auf schnelle JUDAS PRIEST-Reißer schielt, wird beim satt krachenden „Say Your Prayers“ mächtig der Groovehammer geschwungen. „Rise From Within“ erinnert geprägt von immensem Thrasheinschlag ein ums andere Mal an bessere NUCLEAR ASSAULT-Zeiten. „Lethal Heroes“ (kein PRETTY MAIDS-Cover), gibt einen  wuchtig lärmenden JUDAS PRIEST-Stampfer kombiniert mit IRON MAIDEN, SAXON ab, tatsächlich finden sich leichte Spuren der PRETTY MAIDS darin. „Ruthless“ fräßt sich ergänzt durch kräftige Backgroundvocals gandenlos brutal ins Gehirn, während bei „Wild Flower“ noch einmal derb die Speed n' Roll-Drecksau im kantigen ANNIHILATOR-Stil mit der Kette rasselt...!           

Egal welches Stück  gespielt wird, hier geht die pure Freude am Heavy Metal mit dem Verlangen die von ganzem Herzen geliebte Musik zu spielen gemeinsam Hand in Hand.  Dieses Album ist für  Heavy Mealmaniacs unterschiedlichster Coleur zwischen IRON MAIDEN, HELLOWEEN, JUDAS PRIEST, ANTHRAX, OVERKILL, AGENT STEEL,ANNIHILATOR, NUCLEAR ASSAULT oder FORBIDDEN wärmstens zu empfehlen. So spritzig, unverbraucht frisch, bis in die Haarspitzen auf höchstem Energielevel  wie DEJA VU aus Niederbayern rocken, wünschte ich mir manch etablierte Combo hierzulande seit langem einmal wieder! Fein, was hier aus dem Ärmel geschüttelt wird. Ein massiv geballtes Pfund saftig krachend vom Leder gezockter  Heavy Metal, bestehend aus rassier messerscharfen Killerriff-Attacken, kreischenden Leadsoli, wuchtigen Drums geführt von Werner Kerscher's vielschichtigem selbst High Pitched Screams in Extrem-Hochtonlage bewältigenden Gesang, der wahnsinnig mitreißt. Kompromisslos Trend frei ohne lange zu Fackeln voll auf die Zwölf. Meine Fresse, was für ein amtlich fettes Brett - Beeindruckend! 8,25/10        

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