OMEN - Hammer Damage

Verfasst von Jochen Strubel am .

05 omen

VÖ: 27.05.2016
(Pure Steel Records)

Style: US / Heavy Metal

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OMEN

13 lange Jahre des Wartens sind zuende, ENDLICH hat die US Legende OMEN ihr neues Album für uns parat und ich war gespannt wie ein Flitzebogen, was Sänger Kevin Goocher, Gitarrist Kenny Powell, Basser Andy Haas und Drummer Steve Wittig so aus dem Ärmel zaubern werden.
Allein schon der Blick auf das Cover macht so dermaßen Appetit, dass ich die Mucke kaum noch erwarten konnte. Nun lassen wir die Lautsprecher mal leiden und los geht es mit dem Titeltrack, der sofort die pure Power versprüht, der sofort den Charme der 80'er versprüht, aber nicht sofort ins Blut geht. Dafür ist das Stück eine Spur zu sperrig, aber nach mehrmaligem Hören kommt „Hammer Damage“ einfach als Metal Brett beim Hörer an. Steve donnert zu Beginn von „Chaco Canyon (Sun Dagger)“ fett seine Kessel, Kenny lässt die Saiten beim Eröffnungssolo glühen und mit dem klassisch drückenden US Metal pumpt Andy mit seinem Bass pure Energie in den Song. Kevin ist mit seinem Organ für so einen Song absolut der richtige, das sind OMEN, wie ich sie schon immer verehrt habe und auch sofort wieder hin und weg bin. Mit treibendem Bass und einer Steigerung in Sachen Tempo haben wir mit „Cry Havoc“ einen flotten Song, der live ein Kracher sein wird, das geht schnurstracks und ohne Schnörkel nach vorne, vermischt Power mit einer kleinen Prise Melodie, was hier superb passt. Kenny mit seinem Solo ist erneut geil, kniet nieder vor so einem geilen Klampfer, kann man da nur sagen. Dagegen ist das folgende „Eulogy for a Warrior“ so was wie eine epische Metal Hymne, die einen leichten, balladeseken Hang hat und die Vielseitigkeit von OMEN eindeutig unter Beweis stellt. Gleich danach sind die „Knights“ eine Break lastige, mächtig stampfende Nummer, die mit ihren Background Chören volle Kanne Atmosphäre versprüht und „Hellas“ ist treibend wie die Sau. Hier kommt grandioser Metal aus den Boxen geschossen, der seinesgleichen sucht. Mit „Caligula“ kriegen wir eine kämpferische, mit sackstarkem Solo bestückte, vor Kraft strotzende und epische Metal Nummer geboten, die in klassischer US / Power Metal Manier einen Haufen Spirit verbreitet. Mit vollster Wucht schmettern uns OMEN „Era of Crisis“ entgegen, ein Track, der den Gedanken an „Battle Cry“ hochkommen lässt und auch in 2016 den old school Spirit nie vermissen lässt. Das finale „A.F.U.“ ist ein Instrumental, so was gefällt mir normalerweise eher weniger, aber wie Kenny hier wieder mal die Saiten bedient ist einfach göttlich, Steve donnert an den Drums ohne Ende und Andy lässt den Groove frei.
Ich sag nur eins, „The Cult Is Alive“, danke OMEN, dass endlich dieses Meisterwerk in meinem Player rotiert und wofür ihr verdient 9,95 von 10 Punkten erntet, lediglich der Sound dürfte eine Spur mehr Intensität haben, aber bei solch geiler Mucke drück ich beide Augen zu.

 

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