WARRIOR SOUL am 29. Januar im Kleinen Klub der Saarbrücker Garage

So manche Bands litten unter den sehr begrenzten Promotionsmöglichkeiten der Musikindustrie zu Beginn der Neunziger, oder war es mangelnder Wille?

In einer Zeit, in der viele neue Strömungen die Rockmusik bereicherten hätte ihre Mischung aus Post Punk, Psychedelic und Melodic Metal richtig erfolgreich werden können, wenn nicht sogar müssen. Doch trotz Szene-Veteran „Big Paul“ Ferguson von KILLING JOKE am Schlagzeug, Airplay mit „Downtown“ oder „Love Destruction“ auf MTV, und einer Support-Tour für METALLICA wollte der Durchbruch nicht gelingen. Dabei strotzte ihr Material nur so vor Power und Musikalität, der Zeitgeist wollte jedoch Grunge und Crossover, als der Punk dann sein Comeback feierte waren WARRIOR SOUL nach „Space Age Playboys“ schon zwischenzeitlich aufgelöst.

Doch Sänger Kory Clarke gab nicht auf, reaktivierte nach ein paar Soloplatten seine Kultcombo und legte 2009 mit „Destroy The War Machine“ ein Comeback vor. Seitdem erschienen regelmäßig weitere Scheiben, zuletzt 2022 mit „Out On Bail“. Von den Inhalten mit seiner linksanarchistischen und antikapitalistischen Haltung natürlich immer am Rande unterwegs. Was den Kosmopolit nicht stört, der seine Bandmitglieder meist in dem Land rekrutiert, wo er gerade lebt, Aufrichtigkeit war ihm sicher wichtiger als der große Erfolg.
So hat er heute noch passionierte Anhänger, die ihm gerne folgen, von den Ansichten her wie auch musikalisch, wenngleich der Output nicht mehr den Druck der Anfangsphase hat. In dem Jahr feiert das großartige zweite Album „Drugs, God And The New Republic“ sein fünfunddreißigstes Jubiläum, dessen Eröffnungsdoppel „Intro/Interzone“ meist den Konzertopener stellt. Zu dem Anlass geht die Band auf Tour, wo sie auch wieder mehrere Stationen in Deutschland anläuft, darunter unter anderem am 29.01. den Kleinen Klub in der Garage Saarbrücken. Solche intimen Venues bringen versprechen ein verdichtetes Maß an Emotionen mit sich. Und gerade in Zeiten wie diesen sind seine Botschaften, gewohnt mit krächzendem Organ vorgetragen, wichtiger denn je.

Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr
Tickets kosten 31,50€ im Vorverkauf

Quelle: Rainer Petry