Nach dem Tod seines Vaters schließt sich der junge Gwidion einem wandernden Nekromanten an, fest entschlossen, die Geheimnisse von Leben und Tod zu erlernen. An seiner Seite reist Merve, ein blindes Mädchen mit unheimlicher Begabung und scharfem Verstand. Zwischen verfluchten Friedhöfen, düsteren Städten und gefährlichen Aufträgen beginnt für sie eine Reise, die mehr fordert als Mut und Magie. Denn wer mit dem Tod handelt, zahlt immer einen Preis.
Ein Paket mit blutigem Inhalt ruft Inspektor Lestrade von Scotland Yard auf den Plan! Wer sollte die Absicht gehabt haben, der unbescholtenen Jungfer Susan Cushing aus Croydon zwei abgeschnittene Ohren zu schicken? Lestrade tippt auf einen Scherz dreier Medizinstudenten – aber die Wahrheit, der Sherlock Holmes bald darauf auf die Spur kommt, ist grausiger ... sehr viel grausiger ...
Sprecher:
Sherlock Holmes - Torben Liebrecht John H. Watson - Jonas Minthe Inspektor Lestrade - Santiago Ziesmer James Browner - Achim Buch Susan Cushing - Celine Fontanges Jeffrey Fitzgerald - Ingo Abel Lizzy - Leonie Landa Kutscher - Kai-Henrik Möller Paketbote - Cem Lukas Yeginer
Kritik:
Das unheimliche Paket nimmt einen gänzlich anderen Weg als bisherige Folgen. Der eigentliche, laut Holmes viel zu profane Fall, läuft nämlich ermittlungstechnisch eigentlich nur am Rande. So tritt der große Ermittler deutlich in den Hintergrund und liefert nur die Lösung. Die Lorbeeren und die Aufklärung überlässt er in diesem Fall nämlich Inspektor Lestrade. Dafür nimmt man sich im Gegenzug massiv Zeit für lange reuige Ausführungen und Schilderungen der Festnahme. So startet der eigentliche Fall kurz und minimalistisch. Stattdessen nimmt man sich zu Beginn viel Zeit für Watsons detaillierte und blumige Ausführungen zur aktuellen Lage in der Baker Street. Wieder sind die Dialoge geschliffen und die Umsetzung der Sprecher der geschriebenen Zeilen genial. Schnell ist der auflaufende Fall laut Holmes gelöst. Die eigentliche Aufklärung erfolgt dann später über gesprochene Briefwechsel Lestrades oder ein recht langes, detailliertes Geständnis. Die Sprecher dieser Folge sind wie nicht anders zu erwarten grandios. Die geschaffenen Stimmungen sind toll eingefangen. Wieder fasziniert mich der dezente, aber ansprechende Soundtrack immens. Die Umsetzung, des Themas „Homes“ und der vorgegebenen Zeit wurde in keiner der vielen Serien musikalisch je besser umgesetzt. Auch die üppige Spielzeit ist wieder ein großes Plus der Serie. Schön hierbei auch, dass man über kurze, aber prägnante Nebensätze kurze Verbindungen zu alten Fällen nutzt, um den Begriff Serie noch ein wenig mehr zu festigen.
Fazit: Eine gute und stimmige Folge, die allerdings deutlich ruhiger wirkt als bisherige Folgentitel. Allerdings hätte das Geständnis gegen Ende gerne etwas kürzer ausfallen dürfen, welches gespickt mit vielen teils nebensächlichen Details doch ein wenig lang geraten ist. Dennoch liefert man hier starke und bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Hörkost, die die Holmes-Hörspielwelt um eine schöne Folge bereichert. 8 von 10 Punkten.
Als eine Frau in einer Firmenkantine an einem Knochenrest in ihrem veganen Essen stirbt, sieht alles nach einem grotesken Unfall aus. Doch Hauptkommissarin Kramp traut dem Zufall nicht. Erst recht nicht, als weitere merkwürdige Zwischenfälle geschehen. Gemeinsam mit Obermeister Magnussen folgt sie einer Spur, die durch falsche Gewissheiten immer unappetitlicher wird. Während alle lieber an Pannen glauben, stellt Kramp die entscheidende Frage: Was steckt wirklich hinter dem „falschen Hasen“?
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