SELFISH THINGS - neuer Song "Effigy"

Die kanadische Alternative-Rock-Band SELFISH THINGS aus Toronto kündigt neues Album an und veröffentlicht ein weiteres Video:

12.05. SELFISH THINGS – "Effigy": https://youtu.be/RktNihOiEro

Album:
09.10. SELFISH THINGS – "Receptivity" (FLG Records/OPEN)

Frontmann Alex Biro kommentierte: "Zugegeben – das war ein Song, den ich gehasst habe, der aber schnell zum Liebling aller wurde. Ich habe den Text innerhalb einer Stunde geschrieben, am absoluten Tiefpunkt meiner Nüchternheit im Jahr 2022. Ich kann nicht viel mehr darüber sagen, als dass er ein reiner Bewusstseinsstrom war – schonungslos offen und intensiv – und dass ich ihn mir nicht oft anhören kann, ohne mich wieder mit all dem Scheiß konfrontiert zu sehen, den ich eigentlich begraben wollte. Ich hoffe, er schenkt euch Frieden."

SELFISH THINGS – "Sunlight": https://youtu.be/zCgvbHaQ3LY

Sieben Jahre nach ihrem Debütalbum melden sich Selfish Things mit "Receptivity" via FLG Records, zurück.

Biro erklärte weiter: "Das hier sollte eigentlich gar kein Album werden. Für mich – und für uns alle – ist es auch jetzt noch nicht wirklich ein Album. Eher so etwas wie … ein Abschluss, würde ich sagen. Auf unserer letzten Tour – kurz bevor COVID im Jahr 2020 die ganze Welt zum Stillstand brachte – steckte ich gerade am Anfang meiner voll ausgeprägten Sucht. Ich hasste mich selbst, und ich hasste die Welt um mich herum – viel mehr, als mir damals überhaupt bewusst war. Am 18. Mai bin ich seit vier Jahren nüchtern; ich arbeite inzwischen als Suchtberater und Therapeut und unterstütze Menschen, die mit genau denselben Problemen zu kämpfen haben wie ich – selbst jetzt noch, während meiner eigenen Genesung. Die Einnahmen aus diesem Projekt werden an die Klinik gespendet, in der ich meine Entzugstherapie absolviert habe. Und (das muss ich ehrlich zugeben): Wir wissen eigentlich noch gar nicht genau, wie es danach weitergehen soll – oder ob es überhaupt weitergehen wird."

"Das Einzige, was mir nach dem ganzen Chaos und der Katastrophe meiner Sucht wirklich Frieden geschenkt hat, ist das Gefühl, für andere da sein und ihnen helfen zu können. Ich glaube fest daran, dass die Veröffentlichung dieses Projekts – für all jene, die diese Botschaft gerade brauchen – genau eine solche Form der Hilfe darstellt. Alles Schöne erblüht aus dem Schlamm. Alles Schöne wächst aus der Erde", fügte er hinzu. "Dieses Werk ist all jenen gewidmet, die akzeptieren können, dass die Dinge, die sie durchgemacht haben, entweder zum Giftbecher werden können, aus dem sie trinken, oder aber zum Gegengewicht, das sie selbst und andere emporhebt. Die akzeptieren können, dass Unvollkommenheit zutiefst menschlich ist. Und dass Leid etwas zutiefst Individuelles und zugleich etwas zutiefst Universelles ist."

"Receptivity" von Selfish Things ist ein raues und unerschrockenes Porträt der Auseinandersetzung von Frontmann Alex Biro mit dem Zusammenbruch und der Genesung. Entstanden aus der Asche eines entgleisten Lebens – geprägt von jahrelangem unermüdlichem Touren, Sucht und der Stille einer Pandemie, die zur Selbstreflexion zwang – ist "Receptivity" zugleich Rettungsanker und Wiedergeburt. Gemeinsam mit seinen langjährigen Weggefährten Michael Ticar und Mike Tompa geschaffen und von Sam Guaiana (Bayside, Neck Deep, Against The Current) abgemischt, nahm das Album während Biros ersten Tagen der Nüchternheit Gestalt an. Es ist nicht bloß eine Rückkehr – es ist eine Erklärung. Brutal ehrlich, emotional aufgeladen und tief in der Idee der Erlösung verwurzelt, steht "Receptivity" als Zeugnis für das Überleben, die Übernahme von Verantwortung und die Kraft zum Wiederaufbau, wenn alles in Trümmern liegt.

Ursprünglich als Soloprojekt von Biro gestartet, veröffentlichten Selfish Things ihre Debüt-EP "Vertical Love" (A Wolf at Your Door Records), produziert von James Paul Wisner (Paramore, Underoath, Dashboard Confessional). Die Veröffentlichung erregte die Aufmerksamkeit von Dan P. Carter von BBC Radio 1 und sicherte der Band 2017 einen prominenten Platz auf dem Cover der "New Noise"-Playlist von Spotify.

Ihr Debütalbum "Logos" aus dem Jahr 2019 (Pure Noise Records) – produziert von Drew Fulk (Knocked Loose, Beartooth, Lil Peep) – platzierte die Band auf diversen Billboard-Charts, bevor die COVID-19-Pandemie den Albumzyklus jäh unterbrach und die Band zu einer Auszeit zwang.

In den darauffolgenden Jahren arbeiteten Biro und sein Bandkollege Michael Ticar mit dem Juno-Award-gekrönten Produzenten Mike Tompa zusammen und schufen Musik, die ihren Ursprung in der Endphase der Sucht hat und bis in die Zeit der Nüchternheit hineingetragen wurde.

Mittlerweile seit vier Jahren nüchtern und im Bereich der Peer-Support-Arbeit innerhalb der Touring-Community tätig, beschreibt Biro die Rückkehr der Band weniger als Comeback, sondern vielmehr als eine Abrechnung – als Chance, offen und ungeschönt über Sucht, psychische Gesundheit und die Gefahr zu sprechen, Menschen auf ihre schlimmsten Momente zu reduzieren.

"Receptivity" ist ein Triumph der menschlichen Erfahrung. Es ist die Geschichte eines Mannes, der die Tiefen seines eigenen Schattens ergründet hat und sich furchtlos dem Gewitter seiner Vergangenheit stellt. In einer Gesellschaft, die von Spaltung und moralischer Selbstdarstellung besessen ist, haben die drei Freunde etwas geschaffen, das untrennbar mit der Herausforderung des Status quo verbunden ist. Ein Album, das die Geschichte eines Mannes erzählen soll – eines Mannes, der bereit ist, sich vor die Welt zu stellen und seine Gebrochenheit sowie deren Auswirkungen anzuerkennen, ohne dabei Schuldzuweisungen zu machen. Eines Mannes, der der Spaltung und dem Zorn müde ist. Eines Mannes, der sich zum Besseren gewandelt hat.

"Receptivity” Tracklist:
1. Intro
2. Plant The Seed
3. Sunlight
4. Violence
5. Effigy
6. Cracks
7. Liability
8. Mugshot
9. Eye For An Eye
10. Outro

SELFISH THINGS are:
Alex Biro
Michael Ticar

Quelle: cmm-consulting for music and media

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