THE PLEA
Debüt in Deutschland mit der Videopremiere zu „Staggers Anthem“

Denny Doherty (Gesang), Gitarre, Piano); Dermot Doherty (Gitarre) Paul Toland (Bass); Gerry Strawbridge (Schlagzeug)
Manchmal ist es einfach sinnlos, die Kraft der Musik zu analysieren. In diesem Fall ist es besser tief in die Songs einzutauchen und sich die Seele aus dem Leib zu schreien...
Für die großen Hymnen von The Plea sind wenige Erklärungen nötig. Ob zu Hause in Irland durch die Veröffentlichung ihres Debütalbums „The Dreamers Stadium“ im Juni, oder weltweit durch YouTube, ihre Songs begeistern die Massen. Von „Q“ über „Metro“, von BBC Online bis hin zum Daily Star – die Band erhält überall fantastische Kritiken. Die bekannten Moderatoren Bob Harris und Graham Norton setzen sich für sie bei Radio 2 ein, in ihrer Heimat Irland begeisterten sie bereits die Zuschauer großer Fernsehshows. Auch im übrigen Europa sind The Plea bereits fester Bestandteil der Radioplaylists. Konzertbesucher haben sie bereits ins Herz geschlossen, ob bei Headliner Shows in immer größeren Hallen oder als Support von Snow Patrol vor mehr als 20.000 Menschen in Deutschland.
Gitarrist Dermot Doherty schwärmt: „Das waren ganz besondere Konzerte, weil das Publikum bereits ab dem zweiten Refrain lauthals mitsang. Wir wussten schon immer, dass unsere Songs die Menschen verbinden – diese Shows haben es bewiesen, denn die Leute kannten uns vorher gar nicht.“ Dermots jüngerer Bruder, Sänger Denny Doherty, fügt hinzu: „Die Texte sind sehr persönlich und deshalb möchte ich sie nicht erklären. Würdest Du einem Fremden beschreiben wollen, was Du in Dein Tagebuch geschrieben hast? Nicht, dass ich jemals eines geführt hätte.“ Das mag zurückhaltend klingen, doch Denny betont, dass auch zwei Menschen zum Beispiel ein Gemälde verschieden interpretieren.“Das Herzstück des Albums, die siebenminütige Ballade „Windchime“, handelt übrigens ausdrücklich nicht von einer Prostituierten, wie mir jemand erzählte. Doch wenn eine fremde Person den Song so interpretiert, dann lasse ich ihn gerne in diesem Glauben. Sobald Du Deine Musik veröffentlicht hast, gehört sie Dir nicht mehr.“ Seit der Veröffentlichung wurden The Plea zu festen Größen in ganz Europa und die ersten USA-Konzerte sind bereits in Sicht.
"Amerika ist eine große Sache, und jede Band, die da nicht erfolgreich sein will, kommt mir verdächtig vor", sagt Dermot. "Dort wurde der Rock´n´Roll erfunden, und dort wurden viele unserer Helden von Elvis bis zu The Doors hervorgebracht. Ich glaube, wir könnten uns in den USA ziemlich gut machen, aber unsere Konzerte zeigen eigentlich, dass wir das bei jedem Publikum schaffen. Stell´ uns einfach irgendwo hin, und die Leute singen mit".
Musik ist für The Plea etwas so Natürliches, dass sich auch leicht verstehen lässt, warum die Band so zurückhaltend damit ist, ihren Sound Stück für Stück zu erklären. Sie kommen aus dem schottischen Ballyliffin, einer dieser Orte, wo laut Denny gilt: "Wenn jemand geboren wird, spielt Musik. Wenn jemand stirbt, spielt Musik". Schon die Großmutter der Doherty-Brüder war eine aufstrebende Opernsängern, aber: "Sie bekam 16 Kinder, was ihre Pläne etwas durchkreuzte, aber sie singt immer noch in einem Chor", erklärt Denny. Er ist auch der Meinung: "Musik kann auf bestimmte Art das Leben bereichern, und ich glaube, dass Musik im Leben von Jedermann eine bestimmte Rolle spielt."
Folglich haben die Dohertys auch Paul Toland, einen Freund aus Kindertagen, als Bassist in ihre Band geholt, und ihren Schlagzeuger Gerry Strawbridge von einer anderen Band aus der Region stibitzt. In dieser Besetzung wollten Musik mit möglichst viel Ehrgeiz und möglichst wenig Reibereien machen. "Jeder in der Band hat sich alles selbst beigebracht", beschreibt Denny den Werdegang der Musiker. "Das macht die Musik freier. Paul zum Beispiel versteht sich nicht einmal als Bassist - er hat hat fünf Jahre lang mit den Saiten in falscher Reihenfolge gespielt, aber er ist verdammt gut."
Die beiden Brüder schreiben beide Songs, arbeiten dabei aber voneinander getrennt. Denny verrät, warum das anders als bei Oasis läuft: "Das soll nicht wie die Situation bei den Gallagher-Brüdern klingen, aber wenn wir mehr als fünf Stunden zusammen im selben Zimmer sind, wollen wir uns gegenseitig umbringen. Aber im Studio können wir uns so lange aufeinander einstimmen, wie es nötig ist." Auch Dermot findet, dass er und Denny besser miteinander auskommen, seit sie endlich in der Lage sind, auch gemeinsam auf Tournee zu gehen: "Bevor das Album erschien, konnten wir kaum Konzerte spielen ließen unseren Frust aneinander aus. Seitdem gehen wir zwar auch noch nicht gemeinsam in ein Pub, aber wir regen uns auf brillante Art um Studio und auf der Bühne gegenseitig an." Denny fasst den Vorteil der Familienbande so zusammen: "Langfristig ist es besser, dass wir Brüder sind. Wenn ich Demot nicht gut kennen würde, könnte ich nicht so direkt mit ihm reden. Wir gehen nicht gerade vorsichtig miteinander um. Wenn etwas Mist ist, können wir das auch so sagen."
Die Songs von The Plea werden von dieser streitbaren Wettbewerbssituation in immer neue Höhen getrieben, wobei aber die unter der Oberfläche vorhandenen Gefühle immer sichtber bleiben. Das zeigt sich Finale des Songs "Out Like A Light", wo die beiden abwechselnd ihre Lieblingsmusiker aufzählen, darunter die Beatles, Bob Dylan und The Smiths. Denny findet das ziemlich lustig, meint aber auch: "Es ist schön für uns beide, das bei den Konzerten gemeinsam zu singen. Es drückt dann auch aus, wie wir wirklich zueinander stehen."
Das Album transportiert die pure Kraft von vier Männern, die in einem Raum zusammen spielen, und das mit der Bandbreite von The Verve, dem Stolz der Rolling Stones und der Stadionatmosphäre von Led Zeppelin. Dazu kommt noch Dennys vielseitige und hypnotische Stimme. Diese Kombination versteht Denny so: "Ich liebe es, wenn Jim Morrison wie Sinatra schmachtet, bevor dann die Musik der Doors explodiert und Dich durschschüttelt".
Produziert wurde „The Dreamers Stadium“ von Chris Potter, der auch an Alben von den Rolling Stones, The Clash und The Verve gearbeitet hat, obwohl er sich immer auch für neue Bands wie King Charles und The Rifles begeistern konnte. "Chris war völlig entspannt, obwohl wir montagelang in einem winzigen Studio hockten", beschreibt Denny. "Er konnte genau die richtigen Gitarreneffekte vorschlagen um den Sound hervorzuzaubern, den Dermot schon im Kopf hatte. Er hat nämlich die größte Sammlung von Effektgeräten, die man sich vorstellen kann, was Dermot natürlich zu einem Kind im Spielzeugladen machte".
Davor stand jedoch die übliche Pechsträhne einer neuen Band mit geplatzten Plattenverträgen, die im Falle von The Plea seit der Gründung der Formation fünf Jahre lang anhielt. Zuerst hatten sie bei Planet Function unterschrieben, ein Label, das mehr für Dance-Music wie von Aphex Twin und Biosphere bekannt ist, als für geradlinigen Rock. Mit einem Schulterzucken sagt Denny: "Sie boten uns einen vernünftigen Vertrag an, und wir haben uns gegenseitig vertraut. Die Leute vom Label hatten unsere Musik im Netz entdeckt und wir unterhielten uns dann lange darüber, was uns Musik bedeutet, und welchen Stellenwert sie in unseren Leben hat. Wir wussten, dass wir die richtigen Leute gefunden hatten." Dem Vertrag folgten aber Jahre mit "allen möglichen Scheiss-Jobs, die uns wie Geburtswehen vorkamen. Wir spielten Konzerte mit Cover-Songs in irischen Bars und in Clubs in England und den USA", erzählt Denny. Dabei schmuggelt die Band zwar neue Song in der Mitte des Sets ein, "und die passten wunderbar dazu", aber Begeisterung konnte man so nicht bei einem Publikum hervorrufen, das lieber zu gewohnten Klassikern mitsingen wollte.
Die Bedeutung des Namens The Plea (deutsch: Das Plädoyer) ist zwar ebenso rätselhaft wie die Songtexte, aber auch nicht willkürlich gewählt. Denny erinnerst sich noch dunkel: "Demot und ich sind in einer Nacht in London ziemlich abgestürzt. Als wir aufwachten, lagen um uns herum lauter Zettel, und auf viele davon hatten wir "Jacob´s Plea" gekritzelt. Wir hatten keine Ahnung, was das bedeuten sollte, oder was wir alle getrunken hatten, aber auf einmal schien die Sonne durchs Fenster und dann wurde es uns klar. Wir nannten uns zuerst "Jacob´s Plea", aber die Leute bei den Konzerten nannten uns nur immer "The Plea", also haben wir das dann übernommen."
Nach so langer Zeit als Band hatten die Musiker genügend Songs für vier Alben angehäuft, aber auf „The Dreamers Stadium“ befinden sich nur neue Stücke, die dafür geschrieben wurden. "Die persönlichsten Songs, die am besten zusammenpassen", sagt Denny. "Alle Stücke auf dem Album entstanden sehr schnell, sie waren plötzlich einfach da - und da konnten wir sie nicht ignorieren." Ihre Ziele will die Band auf jeden Fall erreichen - eines davon? "Weltherrschaft", sagt Denny spontan. "Das will doch jede Band, oder?". Das gilt dann aber doch nicht für The Plea, wie der Sänger mit einem Grinsen erklärt, denn seine Band handelt nach der Devise: Jeder außer uns, der uns gut findet, ist eine nette Dreingabe. Aber: "Wenn die Leute zu den Konzerten kommen, und unsere Songs mitsingen, ist das das Beste überhaupt. Einfach schön".
Groß verhandeln muss man das Plädoyer von The Plea aber bei so ansteckenden Songs ohnehin nicht. Kompromisslos, brillant und unverwechselbar. Der Welt wird bald in Ohnmacht fallen.
Quelle: NETINFECT MULTIMEDIA Promotion&Marketing

