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REBECCA GABLÉ - Der König der purpurnen Stadt

Klapptext:

London 1330: Der achtzehnjährige Jonah hat kein leichtes Leben am Haushalt seines trunksüchtigen Cousins. Einzig seine Großmutter schenkt ihm ein wenig Zuneigung. Doch eine Begegnung mit dem jungen König Edward und Königin Philippa lenkt Jonahs Schicksal in neue Bahnen. Er findet als jüngstes Mitglied Aufnahme in die elitäre Londoner Tuchhändlergilde, gemeinsam mit Königin Philippa revolutioniert er die englische Tuchproduktion. Aber mit dem Erfolg wächst auch die Zahl seiner Neider. Und Jonahs Schwäche für Frauen, vor allem für die Königin, macht ihn verwundbar ...

gelesen von Detlef Bierstedt

Kritik:

Mit "Der König der purpurnen Stadt" zeichnet Rebecca Gablé ein farbenprächtiges Historiengemälde vor dem Hintergrund Londons des 14. Jahrhunderts und der Pest in Europa. Der Hörer wird Zeuge des spektakulären Werdegangs von Jonah Durham, der mit Geschick und Intelligenz seinen eigenen Aufstieg zu einem der mächtigsten Kaufleute Londons bereitet und dabei die wirtschaftlichen Geschicke Englands mitgestaltet. Neben dem eigentlichen Handlungsstrang des Romans taucht der Hörer in die geschichtliche und gesellschaftliche Darstellung Englands ein. Die plastische Schilderung des Machtspiels zwischen der Tuchhändlergilde und dem englischen König Edward Plantagenet, welches über Wirtschaft und Kriegsgeschick eines ganzen Reiches bestimmt, die wirtschaftliche Entwicklung der englischen Woll- und Tuchproduktion und die eroberungspolitischen Bestrebungen Edwards fließen in die Handlung ein, ohne trockene Geschichte zu unterrichten und ohne den Hörer zu langweilen. Die Hauptcharaktere erscheinen zumindest teilweise differenziert und entwickeln sich im Laufe der Handlung. Abgesehen von den durchweg ein wenig einschichtig-böse dargestellten Widersachern Jonahs erscheinen die Hauptfiguren vielschichtig mit Stärken und Schwächen, die sich nicht nur allzeit edelmütig verhalten, sondern auch von ihren Interessen und Gefühlen leiten lassen. Somit verkümmern sie nicht zu märchenhaften Helden, sondern erscheinen erfrischend menschlich, so daß der Hörer zu jeder Figur eine Beziehung aufbauen kann. Man durchlebt ihre Freuden und Nöte, liebt und leidet mit ihnen. Die insgesamt straffe Erzählweise führt den Hörer zügig durch die Handlung und läßt keine unnötigen Längen aufkommen. Das Hörbuch ist stellenweise von hervorragend ausgesuchter Musik und einer dezenten Klangkulisse unterlegt, welche angenehm untermalen ohne sich störend in den Vordergrund zu drängen. Detlef Bierstedt liest mit angenehmer Stimme und verleiht jedem Charakter Wiedererkennungswert.

Fazit: Von der ersten bis zur letzten Minute ein Genuss.Für jeden Fan historischer Romane ein Muss.

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