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Ken Follett - Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit

VÖ: bereits erschienen
(Lübbe Audio)

Homepage:
LÜBBE AUDIO

Klappentext:

Ein Mann mit außergewöhnlicher Gabe. Seft hat ein besonderes Auge für Feuersteine und weiß, wo sie zu finden sind. In der Hitze des Hochsommers überquert er die Große Ebene, um den Ritualen beizuwohnen, die den Beginn des neuen Jahres anzeigen. Beim Markt zur Sommersonnenwende will er einen seiner Steine eintauschen und Neen suchen, das Mädchen, das er liebt. Neens Familie lebt in Wohlstand und bietet Seft in ihrer Gemeinschaft von Hirten Zuflucht vor seinem brutalen Vater und seinen aggressiven Brüdern. Eine Priesterin, die an das Unmögliche glaubt Joia, Neens Schwester, ist eine Priesterin mit Vision, eine geborene Anführerin. Schon als Kind sieht sie der Zeremonie zur Sommersonnenwende wie gebannt zu und träumt von einem wundergleichen neuen Monument, errichtet aus den größten Steinen der Welt. Aber in den Hügeln und Wäldern der Großen Ebene braut sich Ungemach zusammen. Ein Monument, das eine Zivilisation prägen wird Joias Vision von einem großen Steinkreis, den die zerstrittenen Stämme der Ebene gemeinsam errichten, inspiriert Seft und wird zu ihrem gemeinsamen Lebenswerk. Doch als Dürre die Erde plagt, wächst das Misstrauen zwischen Hirten, Ackerbauern und Waldbewohnern - und eine grausame Gewalttat führt zu offenem Krieg.

Gelesen von: Julian Horeyseck

Kritik:

Ken Folletts Roman Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit erzählt die Geschichte des Baus von Stonehenge in der Jungsteinzeit, etwa 4500 v. Chr. Und darüber hinaus das Mit- und Gegeneinander der rivalisierende Bauern-, Hirten- und Waldbewohner-Clans, die in einer Zeit des Klimawandels um Ressourcen kämpfen.
Die Handlung beginnt relativ zäh und zögerlich, auf den ersten CDs passiert nur wenig. Dann entwickelt sich die Geschichte aufgefächert auf viele Protagonisten und Handlungsstränge. Seft, der Feuersteinhauer, der ein beachtliches Talent für Architektur und Bau entwickelt, seine wissbegierige Schwägerin Joia, die zur Priesterin ausgebildet wird und die Vision einer Kultstätte aus Stein hat, welche der Ewigkeit trotzen kann. Dazu eine Vielzahl weiterer Personen, die den verschiedenen Clans der Hirten, Bauern und Waldmenschen angehören. Die Handlung verzweigt sich auf viele Personen, die aufgrund ungeläufiger Namen teils schwierig auseinander zu halten sind und es dem Hörer oft schwer machen zu verstehen, welcher Person aus welchem Clan an welchem Ort gerade gefolgt wird.
Bedauerlicherweise begegnen uns nur undifferenzierte, schwarzweiß gemalte Charaktere, denen wenig bis gar keine Tiefe verliehen wird und zu denen man nur schwer Zugang findet. Positiv empfand ich die interessante Beschreibung von Kultstätte und Gebäuden. Ebenso die Schilderung von Arbeit und Alltag der Menschen der Jungsteinzeit und die unterschiedlichen Lebensweisen der Clans, die einem ein Bild zu diesem Geschichtsabschnitt ermöglichen. Insgesamt vermag die Handlung leider nicht ausreichend zu fesseln und lässt das Hörbuch etwas zäh und langatmig verklingen. Die Lesung von Julian Horeyseck ist solide und angenehm.
Fazit: Zu viele aufs Spielfeld geworfene Personen mit zu flachen Charakteren sowie mäßig fesselnde Handlung. Für einen Follett leider ein wenig enttäuschend, bei diesem wuchtigen Thema hatte ich mehr erwartet.
5 von 10 Punkte
12 Audio-CDs, 906 Minuten, gekürzte Lesung