DORIAN HUNTER - 20 - Devils´s Hill
VÖ: 23.11.12
(Universal)
Homepage:
www.folgenreich.de
Klapptext:
Asmodi, das Oberhaupt der Schwarzen Familie, ist vernichtet. Die Schwarze Familie hat ihren „Kopf“ verloren – und wie es die Statuten der Dämonen wollen, beginnt die Suche nach einem Nachfolger mit einem Konzil, welches Skarabäus Toth, der Syndikus der Schwarzen Familie, auf einem Schloss in England zusammenruft. Gleich mehrere Sippenführer erklären sich bereit, die Nachfolge anzutreten – doch das Erscheinen der abtrünnigen Hexe Coco Zamis ändert alles … und bald geschieht der erste Mord!
Sprecher:
Olivaro: Stefan Krause
Skarabäus Toth: Andreas Schmidt
Coco Zamis: Claudia Urbschat-Mingues
Creeper: Thomas Nicolai
Bob Dinero: Gordon Piedesack
Red Jong: Herman van Ulzen
Theresa Angeli: Gertie Honeck
Viale Mouthino: Tim Sander
Alexander Darsimokov: Romanus Fuhrmann
Hassan El-Kali: Karim Chamlali
Peter Winkler: Konstantin Graudus
Kim Jong-suk: Djuwita Müller
Jean Dannet: Simone Brahmann
Nora Manning: Susanne Meikl
Xavier Mbato: Kai-Henrik Möller
Asmodi: K.Dieter Klebsch
Kritik:
Eigentlich bestände mit der bereits 20. Serienfolge von Dorian Hunter ja Grund zum Feiern, doch leider hat man hier sowohl inhaltlich, als auch ein wenig unglücklich in Bezug auf die Sprecher besetzt, eine Folge heraus gebracht, die mich wenig begeistern konnte. Hat mich die erste Hörprobe zu „Devil´s Hill“ (welche den kompletten ersten Track darstellt)ein wenig skeptisch werden lassen, bestätigt sich leider auch mit dem Hören des kompletten Hörspiels der erzeugte Ersteindruck. Hier also liegt sie die erste Dorian Hunter Folge überhaupt, die mir so rein gar nicht gefallen möchte. Die Gründe dazu werde ich nun erörtern. Erster Grund dürfte der Inhalt sein, der wenig originell auf den 10 kleine Negerlein Zug aufspringt. Der sehr redegewaltige aber leider jederzeit spannungsarme Verlauf bietet kaum Überraschungen. Scheidet ein Dämon aus der Geschichte aus, perlt dies recht gleichgültig am Hörer ab. Auch mag die auf Krimi getrimmte Handlung so gar nicht greifen und erscheint über weite Strecken leider viel zu lang, fern von spannender Gruselatmosphäre oder rasantem Fortschreiten im Handlungsstrang. Ein weiterer Grund dafür, dass man sich wenig bis gar nicht mit den Charakteren arrangieren kann dürften die Tatsachen sein, dass man hier verstärkten Wert auf sehr gekünstelte, ja fast versnobte Dialoge legt. Distinguiert dürfte das beste Wort für viele dieser Rollen sein, denen es an dringend nötiger Ernsthaftigkeit oder Rückgrat fehlt. Auch die sonst so von mir geschätzten „Native „ Sprecher bleiben blass, schüchtern und hörbar hinter ihrem Können zurück. Krächzige Stimmen und gepresstes Sprechen. Die hier geschaffene Charakterisierung, vieler machtvollen Angehöriger der Schwarzen Familie, halte ich für sehr unglücklich gestaltet. Tadellos indes ist das Sounddesign. Düster unheilvoll und variable in der Aussteuerung. Ein wenig mehr Abwechslung innerhalb der Hintergrundbeschallung wäre hier wünschenswert gewesen fällt aber nicht so sehr ins Gewicht wie die Rollen der Sprecher. Auch musikalisch bewegt man sich auf dezent minimalistischen, aber grundsoliden Wegen. Bietet zumindest hier gewohnte Hunter-Kost.
Fazit: Eine leider schwache Folge, die merklich als Weichensteller für den weiteren Serienverlauf funktioniert, dabei aber auf eigene fesselnde Ideen und Inhalte leider verzichtet. Zu lange Dialoge, wie zum Beispiel die endlose Vorstellung der inhaltlich anwesenden Dämonen bremsen merklich das Geschehen. Dobby den Hauself möchte ich in Harry Potter hören, aber bitte nicht in einem Gruselhörspiel mit leicht beschränktem Mörder. Schade.