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MORGAN & BAILEY - 11 - Schnee in Paris

VÖ: 03.11.17
(Contendo Media)

Homepage:
www.facebook.com/ContendoMedia


Klapptext:

Rose Bailey reist mit Charles Morgan nach Paris, um ihre Schulfreundin zu besuchen, die berühmte Krimiautorin Marsha Hawkins. Dabei lernen sie jedoch auch die gefährliche Seite der Weltmetropole kennen, denn das Verbrechen scheint ihnen auf Schritt und Tritt zu folgen. Gemeinsam mit Marsha müssen sich die beiden Spürnasen aus Heaven´s Bridge mit der Pariser Unterwelt messen.


Sprecher:

Charles Morgan – Joachim Tennstedt
Rose Bailey – Ulrike Mökel
Marsha Hawkins – Katja Brügger
Kathleen “Kat” Barker – Ulrike Stürzbecher
Comissaire Benoit Reynaud – Santiago Ziesmer
Mahmoud Ben Ali – Jens Wendland
Yves Clément – Detlef Tams
André Gozard – Patrick Steiner
Louis - Marc Schülert
Liam Flechter – Christoph Piasecki
Einsatzleiter – Simon Böer
Polizist – Bejo Dohmen


Kritik:

Gut “Koks in Paris” hätte nicht denselben Klang gehabt wie “Schnee in Paris” wäre aber immerhin weniger irreführend gewesen ;). Aber Spaß beiseite einen inhaltlichen Aufhänger braucht man schließlich um die beiden himmlischen Protagonisten in ihr neues Abenteuer stolpern zu lassen. Der Reisegrund, Rose Baileys Schulfreundin, ist hier fein und stimmig eingebunden. Mir hat die leicht extravagante Autorin Marsha Hawkins und deren Interpretation durch Katja Brügger nämlich sehr gut gefallen. Der durch eine klassische Verwechslung entstandene eigentliche Kriminalfall aber ist an fader angestaubter Ideenlosigkeit kaum zu unterbieten. Völlig naive, unglaubwürdige Unterweltgrößen, die reumütig ein Geständnis ablegen, stoßen dabei genauso auf wie oberflächlich gezeichnete Nebencharaktere. Bisher hatte Morgan & Bailey immer jenes charmante Etwas inne, was diese von anderen Ermittler-Duos abhob. Nun aber senkt sich das inhaltliche Niveau ein wenig auf die Stufe anderen Serien wie Mimi Rutherfurt, Lady Bedford, Pater Brown und vieler anderer tüddeliger Krimireihen. Es wirkt inhaltlich zu zahm und deutlich zu naiv. Vor allem der Einsatz von Santiago Ziesmer schlägt (wenn wohl auch unabsichtlich) in Richtung Lady Bedford aus. Auch viele der hier geschriebenen Textzeilen wirken sehr aufgesetzt und unnötig. Dabei bleibt die technische Machart superb. Das Sounddesign macht Freude, ist stimmungsvoll wie Detailverliebt eingefangen. Die heitere Musikuntermalung hätte passender nicht gewählt sein können und die Sprecher überzeugen mit emotional stimmigen Leistungen. Es dürfte ein wenig mehr Blut und Spannung in künftige Handlungen fließen und jener untadelige gewaltlose Grundton der momentanen Storys ein wenig verändert werden. Ein wenig Mut momentan selbst gesetzte Grenzen des englischen 60 ´er Jahre Krimi zu durchbrechen und sich wieder deutlicher von Konkurrenten abzuheben wäre wünschenswert. Denn Gauner, Mörder und Diebe, die sich nur auf Zuruf festnehmen lassen, mögen in der Ära des Schwarzweiß TV noch die Gemüter erhitzt haben, heute wirken solche banalen reumütigen Verhaftungen leider sehr befremdlich.

Fazit: Weiterhin charmant besetzt und herzlich gestaltet. Technisch Kritikfrei. Inhaltlich aber leider zu banal und sehr weit entfernt von einem zünftigen Krimi alter Schule. Zu viele zwanghafte Dialogzeilen strecken das eher unspannende Hörspiel unnötig in die Länge. Und auch der sehr lineare und vorhersehbare Handlungsverlauf kann leider nicht überraschen. 6,5 von 10 Punkte

 

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