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JOHN SINCLAIR CLASSICS - 33 - Irrfahrt ins Jenseits

VÖ: 25.05.18
(Lübbe Audio)

Homepage:
JOHN SINCLAIR
Klapptext:

Cora Benson und ihr willfähriger Helfer Leo Lunt planen mitten in den schottischen Highlands das perfekte Verbrechen: die Entführung der kleinen Alice Paine, Tochter aus reichem Hause. Bis zur Lösegeldübergabe wollen sie auf Achse bleiben. Aber dann führt das Schicksal sie in das einsame Dorf Rockford, wo seit Jahrhunderten der schreckliche Kelem herrscht – und die Irrfahrt ins Jenseits beginnt!

Sprecher:

John Sinclair - Dietmar Wunder
Erzählerin – Alexandra Lange
Leo Lunt – Uli Krohm
Cora Benson – Katja Brügger
Kelem – Nicolas König
Alice Paine – Emmi Bohla
Sam Bassum – Wolf-Dietrich Sprenger
Sir James Powell – Achim Schülke
Mickey McIntyre – Walter Gontermann
Will Chase – Patrick Mölleken
Arthur Bligh – Martin Flavio Nunez
Horace Paine – Achim Buch
Elizabeth Durbridge – Marianne Bernhardt
sowie – Bernd Stephan, Jürgen Holdorf

Kritik:

„Irrfahrt ins Jenseits“ beginnt erfrischend und mit Lockerheit serviert. Doch die fröhlichen Nuancen verpuffen schnell als die Entführung der kleinen Alice Pain ihren Lauf nimmt. Ernst zieht ein in die doch recht übersichtliche aber dabei kurzweilige Story um das alternde Gangsterpaar Cora und Leo, die ihren Lebensabend noch einmal monetär nachbessern möchten. Die Sprecher-Paarungen sind hierbei höchst gelungen. Gerade Katja Brügger (Cora) und Uli Krohm (Leo) harmonieren perfekt innerhalb ihrer Rollen. Der übersinnliche Charakter der Geschichte wirkt zwar ein wenig gezwungen, passt aber schlussendlich als Stand-Alone-Thema doch recht versöhnlich in die Story. Gerade die ersten 30 Minuten können ein wundervoll inszeniertes Flair präsentieren, mit dem man viele Stimmungen innerhalb der Geschichte kreiert. Auch schön, dass weite Teile der Geschichte erst einmal ohne John Sinclair auskommen. Dies allerdings führt gegen Ende leider dazu, dass das Finale ein wenig schnell und leider auch abgedroschen daher kommt. Motto: „Geisterjäger, kam, sah, siegte und muss seinen Leih-Bentley auch noch selber zahlen“. Ein Finale mit einem Hauch von Thrash und vorhersehbarem (hat man alles schon einmal gehört) Ausgang läutet nach 60 Minuten schließlich das Ende dieser Folge ein. So blöd es klingen mag, aber die Einfachheit der ins sich abgeschlossenen Story wirkt erfrischend im Gegensatz zu den fast schon zu vielen Mehrteilern innerhalb der John Sinclair Hauptserie. Dies stellt auch den Reiz von „Irrfahrt ins Jenseits“ dar. Ein kurzweiliges Einzelhörspiel mit den leicht thrashigen Final- Zügen des 70´er Jahre Grusels, das formidabel ins Hier und Jetzt portiert wurde, fantastische Sprecher besitzt und vom Sounddesign fantastisch umgesetzt wurde. Die Inszenierung mit den Stilmitteln Soundeffekte und Musik besitzt keinerlei Makel und erschafft ein Höchstmaß an Atmosphäre und differenzierten Stimmungen.
Gibt’s es also Kritikpunkte? Bis auf die meist einheitlich dünne Classics-Grundstory im einheitlichen Schreibaufbau definitiv keine. Die Dynamik innerhalb der Geschichte stimmt, in der Handlung an sich kommt nie Langeweile auf. Die Spielzeit ist mehr als angemessen für die Inhalte, die hier geboten werden.
Fazit: Kurzweilig, knackig und stimmungsvoll löst unser Oberinspektor auch seinen 33. übernatürliche Fall. Dabei überzeugen Sprecher und Inszenierung auf ganzer Linie. Auch wenn ab und an ein Hauch von „das kennt man doch schon alles“ aufblitzt, besitzt dieses Hörspiel durch das ernsthafte perfekt umgesetzte Dialogbuch nicht den faden Beigeschmack vieler anderer Gruselhörspiele auf dem Markt.
8,5 von 10 Punkte

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