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JOHN SINCLAIR - SE11 - Deadwood - Stadt der Särge

VÖ: 30.11.18
(Lübbe Audio)


Homepage:

JOHN SINCLAIR
DORIAN HUNTER

Klapptext:

John Sinclair folgt der Spur des mysteriösen "Grauen Mannes" nach Deadwood, in die Stadt der Särge, und trifft auf - den Dämonenkiller Dorian Hunter! Ein bizarrer Albtraum? Ein perfides Spiel? Aber wer ist Johns wahrer Gegner? Bald stehen sich die beiden legendären Geisterjäger wie Schachfiguren in einem tödlichen Zweikampf gegenüber ...

Sprecher:

John Sinclair – Dietmar Wunder
Charlie Utter/Suko – Martin May
Der Graue Mann/Dorian Hunter – Thomas Schmuckert
Calamity Jane/Jane Collins – Franziska Pigulla
Miwakhan/Coco Zamis – Claudia Urbschat-Mingues
E.B. Farnum/Edward Belial – Santiago Ziesmer
Jack McCall/Jerome Hewitt – Sven Plate
Al Swearengen – Wolfgang Rüter
Asmodis – Bernd Rumpf
Asmodi – Klaus Dieter Klebsch
James Butler „Wild Bill“ Hickcock – Detlef Bierstedt
Kellnerin im Club – Eva Michaelis
Kellnerin im Restaurant – Lène Calves
sowie – Sarah Madeleine Tusk, Jürgen Holdorf, Timo Kinzel, Dirk Petrick, Wolf Frass, Achim Schülke

Kritik:

5 Jahre ist es schon her (wie die Zeit vergeht) dass sich die beiden erfolgreichsten Hörspielgeisterjäger begegnet sind und sich über Ghouls und Ghoule stritten. Der Ruf der Fans nach einer weiteren Begegnung der beiden war groß. Das dieses Zusammentreffen allerdings so ausgefallen ist, wie nun in der Sonderedition 11 „Deadwood“, hätten sich wohl viele deutlich anders erhofft. „Normaler“ um dies in ein Wort zu fassen. So hat man beim Sinclair Produktionsteam leider versucht die parallelen Doppelfolgen (John Sinclair 83 Ein Leben unter Toten und Dorian Hunter 21 Herbstwind) mit deutlicher Komplexität und dem Ruf des Besonderen zu toppen statt einfach eine vielleicht sinnigere, simple Begegnung zu erzählen und zu kreieren. „Deadwood“ bietet Licht und auch Schatten. Die Idee des Möbiusbandes und einer damit verbundenen Geschichte, deren Ende eigentlich wieder der Anfang ist, ist ja eigentlich eine geniale Sache. Wenn, ja wenn da nicht das Aneinanderreihen von teilweile zusammenhanglosen Szenen wäre, in denen Realität und Fiktion pausenlos verschwimmen. Wer übernimmt den Traumpart und wer der beiden Geisterjäger erlebt die Realität? Ein Spekulationssache, die sich mit jedem Hören ändern kann (gerade wenn nächstes Jahr die zur Geschichte gehörende parallele Dorian Hunter Folge veröffentlicht wird und somit ein paralleles Gegenstück zur hier vorliegenden Handlung bietet) und Stoff für kontroverse Diskussionen bietet und beinhaltet. Was dem Team hierbei genial gelungen ist, ist die Verschmelzung beider Serien mit all ihren differenzierten Nuancen in der Machart. Das Mischen der beiden Universen vor allem atmosphärisch hinzubekommen ist echt großartig. Gerade befindet man sich noch im straighten Sinclair Kosmos und schon steht man mit der nächsten Szene mitten im düsteren Setting des Dämonenkillers. „Deadwood“ ist ein Zwitter aus beiden Welten. Die dabei zu hörenden Unterschiede genial umgesetzt. Auch wirft man Personen in die Geschichte, die jeweils im anderen Sinclair/Hunter Universum alte Bekannte sind um mit ihren fiktionalen Alter Egos innerhalb der Story zu verschmelzen oder wahlweise in komplett neue Rollen zu schlüpfen. Die Sprecher agieren hier ausgezeichnet. Lediglich Franziska Pigulla, die sich in den letzten Jahren stimmlich immens verändert hat, mag mich nicht mehr gänzlich mit stark pendelnden Tonlagen zu überzeugen. Musikalisch mischt man zu den neu kreierten, netten Western-Themen fest verwurzelte Musikstücke beider Serien die für eine starke Identifikation mit der entsprechenden Serie stehen. Als Extra gibt es noch ein Interview mit den Machern, diversen Sprechern und einer weiteren Diskussion wie es denn nun wirklich heißt! Ghouls oder Ghoule ? Von diesem amüsanten Ausklang einmal ab, wirken die Darstellerinterviews ein wenig aufgesetzt, weil viel zu kurz. Die Erklärung der Macher zum Thema Möbiusband dürften einiges an Erklärung bieten, gänzlich offenbaren wird sich die fiktionale, teils wirre Handlung aber wohl niemals jemandem.
Fazit: Hätte es nicht einfach normal sein können? Frei von Experimenten wenn auch zugegebenermaßen pfiffigen Ideen? „Deadwood“ ist leider recht verworren mit ständig springenden Szenen, denen ein gewisser Zusammenhang fehlt. Ob die kommende Dorian Hunter Folge für mehr Durchblick sorgen wird, wird sich zeigen müssen. Auf der anderen Seite ist der Kraftakt wirklich beide Serien mit all ihren Nuancen und Unterschieden zu einem Großen und Ganzen zu vermischen grandios gelungen. Eine schwierige Folge die für kontroverse Diskussionen sorgen wird und deren Wiederhörwert leider nicht sonderlich hoch ist. 5 von 10 Särge.

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