ANTARES 8 - Welt-Alarm

VÖ: bereits veröffentlicht
(IMAGA / Maritim)

Homepage:
IMAGA

Klapptext:

Es sollte der letzte Flug des Weltraumfrachters "Antares 8" werden. Doch die Besatzung ahnt nicht, welches Abenteuer ihr bevorsteht. Bei der Routine-Untersuchung eines Asteroiden geraten Jim, Claude und Tatjana in die Gewalt der Pavoraner - übermächtige außerirdische Wesen, die einen teuflischen Plan verfolgen, in dem die menschliche Zivilisation keinen Platz hat.


Sprecher:

Besatzung der Antares:
Tatjana – Ursula Monn
Jim – Michael von Rospatt
Claude – Klaus Dittmann
Außerirdische Wesen:
A1 - Edith Teichmann
B7 - Antje Reinke
C12 – Brigitte Schacht
C6 – Ursula Helfer
Bodenpersonal:
George – Rüdiger Schulzki
Sam – Heinz Kühsel
Kurierpilot – Rolf Mamero
Navigatorin 1 – Ursula Vogel
Wachposten – Kai Petri

Kritik:

Nach der Kollaboration von IMAGA mit dem Maritim Verlag scheint man sich darin einig geworden zu sein, dass auch bei Oliver Döring und IMAGA der eine oder andere nun Lizenzfrei Hörspiel-Klassiker erscheinen darf. Da Antares 8 mittlerweile 40 Jahre auf dem Buckel hat war eine digitale Remasterung wohl stark vonnöten. Gepriesen wird Antares 8 als Kult und präsentiert mit schriller Grabbeltisch-Optik mit Hang zum Thrash. Eine unglückliche Cover-Wahl in meinen Augen, die auch das Wendecover nicht wirklich retten kann, denn der erste Blick ist es einfach, der zählt. Nach dem Hören von „Welt-Alarm“ stellt sich dann auch noch das letzte bißchen Hoffnung auf einen echten Klassiker ein. Antares 8 ist nicht nur 40 Jahre alt (Entstehung 1978) sondern klingt mit seiner Machart, den hölzernen gestelzten Dialogen und der thrashigen Handlung im Mondbasis Alpha Style noch einmal glatt 15 älter. Antares 8 wirkt leider auch heute noch wie ein zweitklassiges Radiohörspiel, geprägt von Minimalismus, wabernder Bontempi-Untermalung und zu sachlich agierenden Sprechern, die in ihren zu steifen Dialogoptionen wenig Entfaltung bieten können und dürfen. Auch das Bonushörspiel Antares 9, welches die gleiche minimalistische Qualität und dürftigen Inhalte besitzt wie seine Vorgängerfolge, erklärt sich schnell in seiner Bonusfunktion. Antares 8 besitzt mit 37 Minuten eine mehr als knappe Spielzeit, die einen Mehrwert in Form eines Bonus regelrecht herausschreit.
Fazit: So sehr ich Oliver Döring und seine Produktionen sonst schätze, das hier war leider mal gar nichts. Natürlich sind nach diversen futuristischen H.G Wells Folgen das Antares Doppel ein logischer Brückenschlag zu diesem Scifi Hörspiel. Antares 8 und 9 unterbieten die gewohnten Döring Standards aber leider um Welten und liefern genau den Thrash, den man von einen so alten Genrehörspiel erwartet hätte. Kein Kult, keine Perle und mehr als mittelprächtige, nach heutigen Maßstäben völlig spannungsarme Storys können mich hier zu keiner Zeit überzeugen. Ein Hörspiel für eifrige Nostalgiker, das einfach für den jetzigen Markt definitiv nichts mehr zu bieten hat außer Holzbank-Minimalismus in absolut allen Belangen. 4 von 10 Punkte

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