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OHRENKNEIFER - Der letzte Tag der Schöpfung

VÖ: 13.09.19
(Ohrenkneifer)

Homepage:
OHRENKNEIFER

Klapptext:

Rätselhafte Funde im Mittelmeerraum veranlassen die Amerikaner in den 1980er Jahren, das ehrgeizigste Projekt aller Zeiten in die Tat umzusetzen. Das „Chronotron“ soll amerikanische Soldaten über 5 Millionen Jahre in die Vergangenheit katapultieren, um dort den Arabern das Öl wegzupumpen und für die Gegenwart der 80er Jahre zu sichern. Doch die Soldaten müssen feststellen, dass nicht nur die Amerikaner auf diese Idee gekommen sind. Gestrandet in einer fremden Welt, müssen sie sich einer schrecklichen Wahrheit stellen.


Sprecher:

Erzähler - Gordon Piedesack
Steve Stanley - Marc Schülert
Jerome Bannister - Urs Fabian Winiger
Harald Olsen - Uve Teschner
Admiral Francis - André Beyer
Paul Loorey - Friedhelm Ptok
Murchinson - Dirk Hardegen
Commander Walton - Martin Sabel
Ruiz - Robert Frank
Goodluck - Detlef Tams
Howard Harness - Achim Barrenstein
Manley - Michael-Che Koch
Bailey - Oliver Kube
sowie - Elmar Börger, Timo Kinzel, Richard Barenberg, Sascha Krüger, Horst Kurth, Jens Wenzel, Vanida Karun, Bert Stevens, Paul Burghardt, Christiane Marx und Tom Steinbrecher

Kritik:

Der Ohrenkneifer ist zurück. Und wie immer in den letzten Jahren, wenn dieses charmante Kleinstlabel eine neue Produktion kurz vor der Veröffentlichung anpreist und bekannt gibt, sind die Erwartungen hoch. Jeder gestandene Hörspielliebhaber weiß nämlich spätestens dann, daß hier wieder ein ganz besonderes, einzigartiges Thema seine Vertonung finden wird, dem man sich nicht entziehen kann. So ist es auch mit „Der letzte Tag der Schöpfung“ dessen literarische Vorlage (geschrieben von Wolfgang Jeschke) bereits für positives Aufsehen sorgte. Eine visionäre Zeitreise-Story, die H.G Wells-artige Grundzüge trägt und die sich in einer Storyline entwickelt, die zu keiner Zeit vorhersehbar ist. Jahrtausende alte Funde moderner Hinterlassenschaften rufen sowohl Großmächte als auch die Kirche auf den Plan. Zeitreisen scheinen möglich. Nein sie sind es, denn als die Amerikaner als angeblich erste Speerspitze mit einem großen Team in die Vergangenheit vorstoßen, erleben sie eine böse Überraschung. Das von Freundschaft geprägte Zeitreiseteam gerät nämlich nicht nur in zeitliche Turbulenzen, die die komplette Truppe auseinanderreißen, sondern geraten auch in Kämpfe, die so wohl niemand vorhergesehen hätte. Aus Spoiler-Sicht schließe ich hier auch schon die eher dürftige Zusammenfassung, denn diese Story sollte man einfach ohne Vorkenntnisse erleben dürfen. Als Sprecher finden sich nicht nur die Macher des Ohrenkneifer-Labels ein, sondern wieder viele Bekannte und sympathische Sprecher aus deren Dunstkreis. Die Leistungen sind verdammt gut und äußerst stimmig. Portiert hat man die Story des Buches in 147 Minuten Spielzeit. Der Beginn ist dabei stimmig gerafft und springt dabei in vielen kurzen Einleitenden und erklärenden Szenen hin und her, bis man schlussendlich nach Abschluss der Vorbereitungen in die neue Welt von morgen geworfen wird und mit der man die Zukunft neu schreiben wird. Die Handlung ist dabei faszinierend geschnürt. Militär-Drama, Abenteuer und Geschichte. Die Mischung stimmt und fesselt. Das Dialogbuch ist hervorragend gelungen und die Atmosphäre und Stimmungen, die viele Szenen tragen, sind wirklich genial eingefangen. Dazu trägt auch der episch gehaltene Soundtrack bei, der extrem gut zum Geschehen passt und im Einklang mit den Szenen für Gänsehautmomente sorgt.
Fazit: Bereits „Iris“ und „Roch“ waren in den letzten Jahren echte Hörspielgeheimtipps, die in jede Sammlung gehören. „Der letzte Tag der Schöpfung“ schließt sich hier nahtlos an. Ein brillantes Hörspiel mit tiefgründiger Thematik, perfekt in Szene gesetzt und mit tollen Sprechern gesegnet. Wer Andreas Eschbachs „Jesus-Video“ mochte wird auch diese Vision von Wolfgang Jeschke lieben. Auch wenn die Inhalte sicherlich artverwand sind, könnten sie schlussendlich mit ihrer Ausrichtung und dem Verlauf unterschiedlicher nicht sein. Schlussendlich macht der Ohrenkneifer seinem Namen wieder alle Ehre. Ein tolles Nischenthema, klasse Sprecher und eine liebevolle (für Kopfhörer empfohlene) Vertonung entpuppen sich auch hier als echter Erfolgsgarant. Hörtipp und Kaufempfehlung meinerseits 9,5 von 10 Punkte.

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