MURDER TALES - 16 - Falscher Hase

VÖ: 10.07.26
(Contendo Media)
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CONTENDO MEDIA
Klappentext:
Als eine Frau in einer Firmenkantine an einem Knochenrest in ihrem veganen Essen stirbt, sieht alles nach einem grotesken Unfall aus. Doch Hauptkommissarin Kramp traut dem Zufall nicht. Erst recht nicht, als weitere merkwürdige Zwischenfälle geschehen. Gemeinsam mit Obermeister Magnussen folgt sie einer Spur, die durch falsche Gewissheiten immer unappetitlicher wird. Während alle lieber an Pannen glauben, stellt Kramp die entscheidende Frage: Was steckt wirklich hinter dem „falschen Hasen“?
Sprecher:
Hauptkommissarin Kramp - Heide Domanowski
Obermeister Magnussen - Marcel Collé
Roland Rauscher - Roman Shamov
Kriminalrat Dudek - Marko Bräutigam
Corinna von Welfen - Heidi Schaffrath
Rahimi - Marius Clarén
Notarzt - Bastian Sierich
Küchenhilfe - Elga Schütz
Werbefachmann - Florian Clyde
Maria - Dana-Maria Dewerny
Zirkusmitarbeiter - Thomas Balou Martin
Opa Rahimi - Christoph Piasecki
Offiziersanwärterin - Anja Nestler
Credits - Jan Abraham
Kritik:
Mit Erik Fehlbaum tritt ein frischer Autor in die Contendo-Welt ein und macht seine Arbeit, das kann ich jetzt schon sagen, richtig gut. Eine breit gefächerte, abwechslungsreiche Story, stimmige Charaktere und eine wunderbare Schüppe Ironie und Kauzigkeit versprühen hier Charme und einen feinen Unterhaltungswert. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Sprecherin Heide Domanowski, die mir in einigen Küsten-Krimis einfach nicht ins Ohr wollte. Hier aber scheint ihr die Rolle als dauerhaft mürrische, pampige und knurrige Ermittlerin regelrecht auf den Leib geschrieben. Hut ab. Ich habe diese Rolle wirklich gefeiert. Hinzu kommt der schöne Gegenpart, gespielt von Marcel Collé, der einen wunderbaren Kontrast bietet. Dazu ein Humor, der wirklich genau meine Blutgruppe hat. Danke dafür. Wie nicht anders zu erwarten ist die Produktion makellos. Schön auch, dass man stimmungsvolle und jederzeit passende Musikstücke auch einmal etwas länger ausspielt. So wirkt hier nichts gehetzt oder unruhig und sorgt umgekehrt sogar für eine wunderbare Hörspielatmosphäre. Ist die Handlung an sich eher ruhig und auf eine abwechslungsreiche Geschichte geprägt, vermisse ich Tempowechsel oder eruptive Actionszenen hier kaum. Der Weg ist das Ziel, gepflastert mit teilweise aberwitzigen Fallschnipseln. Ich sage nur: vegane Raubkatzen oder Syphilisausbruch im Altenheim. Daumen hoch. Ein dramatisches Ende und zack, ist die gut gesetzte Spielzeit auch schon herum.
Fazit: Ein mehr als gelungener Einstand. Ein Team, wie es unterschiedlicher nicht sein könnte, liefert starke wie witzige Kontraste. Die originelle Story bietet Kurzweil und Unterhaltungswert. Um abschließend ehrlich zu sein: Davon hätte ich gerne noch ein wenig mehr. Denn das Team funktioniert einfach viel zu gut, um es hier schon zu begraben. Starker Einstieg, tolle Folge. 9,5 von 10 Punkten.

