BURNING CROSS - End Of Illusion

VÖ: bereits erschienen
(Eigenproduktion)
Homepage:
Burning Cross
Das zweite Album der Greifswälder Black Metal Formation BURNING CROSS wurde am Stück, live und mit nur einem Raum Mikro aufgenommen, klar, dass da der Sound etwas leidet, denn dieser klingt leider total ohne Druck. Dies soll aber kein Problem sein, denn für eine Eigenproduktion ist das gar nicht mal so übel, da vor allem die Abwechslung bei der Band hoch anzurechnen ist.
Mit dem Opener „Worst of all Releases“, der mit Glockenschlägen und diversen sakralen Gesängen aufgepeppt wurde, kriegen wir rohen Black Metal der 90‘er Jahre im Stile von Taake oder auch in der Richtung von Carpathian Forrest, sprich drückenden Mid Tempo Black Metal geboten. Bei „Missionary Antichrist“ geht es ab und an auch mal in flottere Gefilde über und die Granateinschläge bei „Stirb Aufrecht“ kommen gut zu dem im mittleren Tempo schepperndem Stück. Der „Störangriff“ beginnt richtig träge, steigert sich dann aber auch ins mittlere Tempo, wo er (abgesehen vom Sound) druckvoll wirkt, dem die kriechende „Mickey Mouse“ folgt, die aber immer wieder durch ihre Abwechslung Akzente setzt. Mit episch tragenden Eleemeten ist der „Grabenkrieg“ ausgestattet und am Ende hat „Melancholia“ wieder diese schwerfälligen Moment, die richtig bedrückend wirken.
BURNING CROSS hätten meiner Meinung nach mit einem besseren Sound die Black Metal Welt auf sich aufmerksam gemacht, denn musikalisch ist das ohne Zweifel eine sehr gut durchdachte Platte, doch mit diesem Sound kann man nicht wirklich zufrieden sein, dafür hat er zu viele Schwankungen und stößt eher die Hörer ab, anstatt sie mit einem abwechslungsreichen Werk zu begeistern.

