DEVIL TO PAY - Fate Is Your Muse

VÖ: 09.04.2013
(Ripple Music)
Homepage:
https://www.facebook.com/deviltopay
DEVIL TO PAY, sind mir bislang kein Begriff gewesen. Das Indianapolis-Quartett serviert wie sich mir gleich beim Check des Eröffnungsdoppelpacks „Prepare to Die“ und „Ten Lizardmen & One Pocketknive“ offenbart, ein cool ins Gehör laufendes Gebräu aus Stonerrock, klassischen Hardrock-und Heavy Metal-Riffs und schwerblütigem Southernblues. Neben der üblich schleppenden Masche kommt gerade das zügiger aus dem Rahmen fallend gezockte Material bei diesem Album bestens an. „Wearin' You Dawn“ überzeugt durch griffig flotten Beat. Gesangstechnisch erinnert mich die Stimme des Fronters an eine Mischung aus Spike (u. a. SPIRITUAL BEGGARS) und Josh Homme(Q.O.T.S.A.), der ein Satz verzerrter Stimmanleihen von METALLICA-Fronter James Headfield gerippt wurde. KYUSS und THE QUILL verschmelzen mit dem Beat von QUEENS OF THE STONE AGE und BLACK SABBATH, vereinzelt höre ich frühe ORANGE GOBLIN. Heraus,an mancher Ecke gesellt sich gern auch ZZ-TOP-Bluesboogie hinzu. Voll Fett! Mit dem erdig rockenden Stampfgroover „Yes Master“ holen DEVIL TO PAY das nächste branntheiß glühende Schmiedeeisen aus dem Feuer, damit ist die Fahrt aber längst nicht zu Ende, „The Train won't stop“ und „Savonarola“ garantieren weitere zügige Rock n'Roll-Klanginfernos. Überhaupt sind es abrupte Rhythmuswechsel und die Tatsache, das sich kein Song wiederholt, egal welches Tempo gefahren wird, mit oberamtlich geil rollendem Groove, die ein Album wie Fate is your Muse so sympathisch machen. „Black Black Heart“ kommt sperrig, leicht verproggt daher, was die Vielfältigkeit dieser ungewöhnlichen Tonkonserve nur umso deutlicher unterstreicht. „The Naked Truth“ und „Mass Psychosis“ bestechen durch ihre gleichbleibende Standhaftigkeit. „Tie One On“ behält das Level bei, während „Beyond the Ether“ gekonnt abschließt. Gerade bei dem Stück kommt mir bezüglich Songaufbau am Rande GLENN DANZIG in den Sinn. Dieses Album offenbart nichts zwingend neues, beinhaltet dafür eine facettenreich verspielt erlebens werte, mit Herz, intensiver Leidenschaftund Seele unternommene Southern-Stonerblues Hardrock-Grenzwanderung der abstrakten Art.
Fazit: Stonerblues Hardrock für Genrefans, dessen Inhalt aufhorchen lässt!

