PARIA - Surrealist Satanist

VÖ: 17.05.2013
(WTC)
Homepage:
http://www.worship-paria.de/
Das Intro „Psychonautikkch Paradigma“ der Essener Black Metaller ist noch etwas verhalten, doch wenn nach kurzem Riff Beginn der Titelsong anfängt zu rasen, fühlt man sich wie in den Hochzeiten des Black Metal. Hasserfüllte Raserei, klirrende Riffs und eine nicht zu verschweigende Nähe zu alten Gorgorth sind hier an der Tagesordnung. Auch mit „The Green Angels of Obscurity“ wird nordischer Black Metal aus deutschen Landen geboten, der so was von aggressiv ist, dass sogar die Nordlichter sich fürchten dürften, ja, und sogar das Solo ist eine Klasse für sich. Bei de Drums fühle ich mich im Mittelpart an Mystic Circle erinnert und wenn es dann ballert wie verrückt, ist es unbeschreiblich geil und roh. Wenn man es gut meint, sind in „Wormlike Proselitysm“ bei dem rasanten Spiel so was wie Melodien in den klirrenden Riffs heraus hörbar, doch das ist nicht das Ausschlaggebende, hier ist eine Black Metal Band am Werk, die voller Power ihre Musik aus den Boxen jagt und dabei keine Gefangenen macht, auch wenn es in gedämpftem Speed auch ein paar Passagen gibt. Der Beginn von „(Behold) The Face Of The Timeless Usher“ geht mir besonders gut rein, weil da die Snare so richtig trocken knallt und der Gesang so richtig geil krank klingt, bevor das brutale Gekeife wieder einsetzt. Bei dem titel „Sodomsphinx“ hoffte ich, dass genau dies eintreten wird und PARIA enttäuschen mich zu keiner Sekunde, hier wird geholzt, was das Zeug hergibt, doch es ist auch reichlich mit Breaks angereichert, was das Stück für mich zu einem Hammer macht. Dafür startet das finale „Oceans Of Spermwhite Solitude“ so was von zäh und fängt erst zirka ab der Mitte des Stücks an zu holzen wie die Sau. Die verzweifelt klingenden Gesangspassagen setzen dem ganzen noch die Krone auf und ich muss sagen, dass für mich in Sachen rohem Black Metal hier ein Hammer Album in die Läden kommt.

