RITUAL STEEL - Immortal




VÖ: 17.05.2013
(Killer Metal Records)

Homepage:
http://www.ritualsteel.net/news.htm

Lernte ich RITUAL STEEL durch deren 2004 erschienen Zweitling „Blitz Invasion“ kennen, den ich aufgrund seiner starken Twingitarren, die phasenweise schwer an IRON MAIDEN erinnern, staune ich nicht schlecht das sich nun deren Drittwerk in meinem CD-Player dreht. Neun Jahre später, anno 2013 hat sich das interne Besetzungskarussell bei RITUAL STEEL gedreht, inhaltlich führt Drummer Martin Zellmer konstant den bislang eingeschlagenen Weg weiter, klassischen Heavy Metal mit Power- und Truemetalanteilen zu verbinden. Herausgekommen ist ein solch abwechslungsreiches Scheibchen, das die beiden Vorgänger problemlos toppt. IRON MAIDEN/TWISTED TOWER DIRE-Anleihen sind wie gewohnt vorhanden, haben jedoch viele andere Einflüsse dazugewonnen Gitarrist Sven Boege (der nach dem Ausstieg von Stefan Ikert auch den Bass eingespielt hat) und US-Sänger John Cason sind neu im Bandgefüge, und sie ersetzen ihre Vorgänger keineswegs schlecht, was diese reife Leistung würdig dokumentiert! Die Gitarre drückt, das Schlagzeug ballert laut (und sehr dumpf), knarrzig tief rattert der Bass, Frontröhre John Cason pendelt stimmlich zwischen heroisch und dramatisch, effektvolle Rhythmus- und Tempiwechsel filigrane Leadsoli, die bevorzugt aus klassischen Heavy- und True-Metal-Ecke kommen.Das Tolle flott gezocke Powerspeedsahnestück „The Ritual Law“ erinnert (nicht nur gesanglich) an MAJESTY, der hymnenhaft heroische mit wirbelnden Leadsoli gespickte Fetzer „Judgement Day“ überzeugt ebenso sicher. Einundsiebzig Minuten regiert klassischer True-Metal mit schwerem US-(Power)-Metal-Einschlag, Epic-Anteilen sowie deutlich fett in Richtung scharf kantiger Britenmetal und Teutonenstahl tendierendem Flair. Ein Hochexplosiver Cocktail, der für echte Genrefans inhaltlich keine Wünsche offen lässt. „Satisfy your Dreams“ besticht durch ein ungewöhnliches Akustikgitarrensolo, ehe der Song in hymnischen Epic/True-Metal umschlägt, gelungene Symbiose, die gekonnt Akkustikrock mit klassischem Heavy Metal vereint, und alles bis zum letzten Takt Oldshool! Kein Wunder, das mir dieses Album gefällt! Mit „Fire“ folgt ein rasantes Powermetalbrett. „Solar Maiden“ geht in die MANILLA ROAD-Schiene. Jeder einzelne Song offenbart neue Facetten, wobei mir die Frage in den Sinn kommt, wo bzw. von oder auf welcher Vinylscheibe mir diese oder jene Stelle so bekannt vorkommt? „Metal Sanctuary“ ist unheimlich stark auf alte IRON MAIDEN gemacht, die mit OMEN und SACRED STEEL gekreuzt werden. „Get Down to the Underworld“ besitzt durch sein tiefes Riff kombiniert mit einem satten Killerhook aberwitzigen 80er-Soli und dem charismatischen, vielschichtig eingefärbten Gesang John Cason's der nach einer Mischung aus OZZY trifft JUDAS PRIEST'S Rob Halford und ICED EARTH-Ausnahmesänger Matt Barlow (!) , klingt unglaublich schwerblütiges BLACK SABBATH/JUDAS PRIEST ICED EARTH-Flair, ehe die im MANOWAR-Format daherkommende fast 24 Minütige Epic-Monster „Welcome to the Metal Dead“ selbst hartgesottenste Truemetaller ins Reich der Träume schickt, wobei das weit gefächerte Spektrum diverser Einflüsse von IRON MAIDEN und BLACK SABBATH über JAG PANZER, RUNNING WILD bis ICED EARTH reicht! Wenn es hier überhaupt etwas zu beanstanden gibt, sind es das für meine Begriffe eine ganze Spur zu dumpf abgemischte Schlagzeug, sowie der vereinzelt zumindest leicht dünnhäutige Gesang, wobei dieses Manko allenthalben geringfügig ins Gewicht fällt, da es durch ein immenses Maß an Variabilität häufig locker wettmacht wird. Optimales Hörfutter für TWISTED TOWER DIRE, SLOUGH FEG, JAG PANZER, OMEN, IRON MAIDEN, ICED EARTH, ebenso MAJESTY, MESSENGER und SACRED STEEL-Fans, für das ich gut und gern 8,5 von 10 Punkten vergebe!

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