J.D. OVERDRIVE - Fortune Favors The Brave

VÖ: bereits erschienen
(Metal Mind Productions)
Homepage:
http://www.jdoverdrive.pl/
2007 gegründet, entwickelten sich J. D. OVERDRIVE zu einem guten Adresse innerhalb der Desert Rock/Stonermetalszene. Mit der EP „Pure Concentrated Evil“ gelang der Polnischen Southern-Stonermetalband 2008 kein schlechter Einstieg, dessen Level mit dem 2011er Full-Length Debüt „Sex, Whisky and Southern Blood“ knapp gehalten wurde. „Fortune Favors The Brave“ heißt der innerhalb nächster Zeit in den Läden stehende Zweitling. Soundmässig orientieren sich die Polen konsequent an Kapellen wie GODSMACK, PANTERA, KYUSS, HIGH ON FIRE, DOWN und BLACK LABEL SOCIETY und Stonermetal erlesenerer Sorte, mit Southernanstrich. Das Erfolgsrezept der polnischen Stonersouthern/Hardrock-Truppe, die sich wegen ihres heute nur noch als Kürzel bestehenden Namens J. D. sogar mit dem in aller Welt (auf dem Rock-Sektor ohnehin) berühmten Tennessee-Whisky-Gigant JACK DANIELS anlegten, - ist effektiv und explosiv zugleich: getragen schwerblütig schleppend langsam, abrupt satte Midtempogrooves auffahrend, bei passender Gelegenheit das Tempo steigernd, dann plötzlich überraschend wieder durch intensiv gefühlvoll düster-melancholisch teils ins ruhige abgleitende Sphärenparts den Spannungsbogen aufrecht haltend, („Born to Destroy“, „Standing Tall“, „Call of the South“, „Hope for the Best, Prepare for the Worst“), ist der polnische Stonersouthernhardrocktrupp deutlich um Abwechslung bemüht, was inhaltstechnisch entsprechend gelingt. Der Gesang kreuzt sich irgendwo im Spektrum zwischen METALLICA-Fronter James Hetfield, KYUSS-Legende John Garcia und PANTERA-Stimmbandquäler Phil Anselmo, zu seeligen Cowboys from Hell-Zeiten. Zähflüssige Lavaströme, die ihren Reiz in der Gedehntheit des bewußt gelebten Augenblicks entfalten. Räudig-Dreckiger Wüstenrock mit Kratz-Rostfaktor, Eiern und bissig fieser Attitüde. So polarisierend wie mit der Namensgebung dieser Band verhält es sich mit diesem Tonträger. Musik für waschechte Rocker. Definitiv nichts für anspruchsvolle Soundästheten und Feingeister, die auf Gourmetkost schwören. Die Anhängerschaft ungeschliffen roher Asphaltcowboysounds wird diese ausgeglichene Stonersouthern-Hardrockmischung mit Vergnügen in die Arme schließen.
Anspieltipps: „Born to Destroy“, „Shadow of the Beast“, „The Revelation“ sowie das schwer an einen rockigen Bastard aus KYUSS/DOWN erinnernde „Hope for the Best, Prepare for the Worst“.
Ich ziehe hierfür gute 7,5 von 10.

