HUNTRESS - Starbound Beast

VÖ: 28.06.2013
(Napalm records)
Homepage:
http://www.facebook.com/HuntressKills
Der längst überfällige Nachfolger vom HUNTRESS-Debüt wartet mit etwas komplexer gestrickten Songstrukturen auf als das Debüt. Gut, das die Band wenn's drauf ankommt, bei Nummern wie „Blood Sisters (mit stark in die Sci-Fi-Ecke gehendem Intro) „Destroy Your Life“ oder „Zenith“ ihre scharfkantigen Widerhaken keineswegs verloren hat. Shouterin Huntress (alias Jill Janus) fährt das vom Debüt gewohnt volle Stimmspektrum von klassischem HM-Gesang bis über heißeres Gekeife und Tiefen- Deathlastigen Growls. Lagen die Erwartungen nach dem bärenstarken Debüt an die Band extrem hoch, werden sie kaum enttäuscht. Galoppierende Riffkaskaden, filigrane Bassläufe, stellenweise Hymnen-Flair, fesselnde Leadsoli, alles da, was die „Jägerin“ auszeichnet. Nur hinsichtlich der Soundproduktion gibt es leichte Abstriche, die hätte an mancher Ecke ruhig die ein oder andere Spur fetter sein dürfen! Ansonsten erwarten die Hörerschaft zehn abwechslungsreiche classic-US-Metal-Stücke im Powermetalgewand einschließlich abrupt ins Geschehen eingreifend vertrackt sperriger Rhythmus- und Tempowechsel, aufgelockert durch sphärische Bombastanteile, denen es weder an Härte, Rasanz, noch Ideen, Geradlinigkeit, schönen Melodien, Spielwitz geschweige denn Motivation mangelt. Das beschließende „Alpha Tauri“ outet sich als Facettenreich arrangiertes Lehrstück. Dementsprechend gelingt es der Band, mit Starbound Beast das Niveau ihres noch etwas höher im Kurs stehenden Erstlings problemfrei zu halten. HUNTRESS haben soweit alle in sie gesetzten Erwartungen erfüllt, weshalb der manchmal etwas dünne Sound am starken Gesamteindruck dieser US-Powermetalformation, fast überhaupt nicht das Geringste ändert!

