AUTOPSY - The Headless Ritual

VÖ: 28.06.2013
(Peaceville Records)
Homepage:
http://www.facebook.com/pages/Autopsy-Official/162194133792668
Auch wenn AUTOPSY nach „Shitfun“ 16 Jahre Pause eingelegt haben und auch „Macabre Eternal“ schon zwei Jahre zurück liegt, das Trio aus den Staaten sind der Kultfaktor in Sachen Death Metal schlechthin, Chris Reifert (drums. Vocals) hat mit seiner Mannschaft ein krasses, krankes und brutales Death Metal Werk erschaffen, dass seinesgleichen sucht.
Mit „Slaughter at Beast House“ gibt es sofort flott auf die Fresse, die Vocals von Chris sind so derb und unverkennbar, der Typ ist sofort zu erkennen. Dann gehen AUTOPSY nicht nur vom Gas, sie scheinen den Rückwärtsgang einzulegen, so zäh und derb kriechend wird es dann, bis, ja bis urplötzlich wieder flott gedonnert wird und das Solo am Ende sägt wie die Sau. Voller Druck im Mid Tempo bauen sich die Riffs monströs auf, die Wucht des Stückes haut einem förmlich in die Magengrube, bis es sich im Tempo leicht steigert und einen dreckigen Groove auffährt. Dazu kommt, dass in diesem Track auch noch die Technik eine große Rolle spielt und auch hier wieder ein super Solo eingebaut ist. „She Is a Funeral“ ist wie eine Seuche, einmal mit dem Stück infiziert, lässt dich dieses krass kriechende, zähe Werk nicht mehr los, um gleich danach mit den„Coffin Crawlers“ ein schräges und gewollt ins Hirn sägendes Solo das Stück eröffnet. Dann kommt ein Teil, wo man mehr von Sprechgesang reden kann, bevor Chris an den Drums Gas gibt und mit seiner gewohnt derben Art alles in Grund und Boden growlt. Super Riffing inklusive Solo ist bei „When Hammer Meets Bone“ Programm, hier kann man fast schon von einem eingängigen Stück reden, straight und direkt geht es hier voll vor den Latz, ohne aber die zähen und wüsten Parts außen vor zu lassen. Ob man „Thorns And Ashes“ als Zwischenspieler sehen kann / soll, weiß ich nicht genau, knappe zwei Minuten konstantes Riffing und ein bisschen Gesang, mehr ist da nicht, dafür hat „Arch Cadaver“ wieder richtig Feuer im Arsch, die Riffs erinnern zu Beginn an Chris' ehemaliges Combo Death, dann fegt er an den Drums eine geile, flotte Salve vom Stapel, die genau das ist, was die Fans wollen AUTOPSY Death Metal, krank, dreckig und roh. Erneut eine zähe, sich in den Schädel bohrende Nummer stellt „Flesh Turns To Dust“ dar, so roh wie AUTOPSY kann keiner, das ist sicher und so flott wie in „Running From The Goathead“ habe ich die Amis schon lange nicht mehr erlebt. Auch hier, starkes Songwriting mit Spitzen-Solo. Das finale und instrumentale „The Headless Ritual“ setzt dem Ganzen die Krone auf und beendet ein Hammer Werk, bei dem andere Bands nur ehrfürchtig den Hut ziehen können.
AUTOPSY sind ein Unikat, eine Legende und Kult Truppe, da kommt keiner dran, so kann nur Chris mit seiner Mannschaft und dieses Werk wird in die Annalen des Death Metal eingehen, da bin ich mir absolut sicher.

