TUNGSTEN AXE - Swedish Iron

VÖ: 28.06.2013
(Iron Shield Records)
Homepage:
www.myspace.com/tungstenaxe
Nach einem Demo 2011 wurde es Zeit für die Schweden TUNGSTEN AXE nachzulegen. Aufgenommen im Vintagemastering Studio Potsdam wirft das Debüt Swedish Iron acht Songs klassischen Strickmusters ab, das irgendwo in der Schnittmenge zwischen IRON MAIDEN, SAXON, URIAH HEEP, NAZARETH, RUSH, phasenweise alten MANOWAR und heroischem Undergroundmetal aus der eigenen Heimat, (allem voran OVERDRIVE und TORCH) liegt. Außergewöhnliche, umso cooler ins Ohr hineinlaufende Mischung, der durch eine verwaschene Produktion etwas leicht kauziges anhaftet. Nach dem fast Dreiminuten dauernden Instrumental (Prelude) im early IRON MAIDEN-Stil, erfüllt sich meine insgeheim schon beim Namen dieser Band gehegte Hoffnung auf kerniges Oldshool Heavy Metalhörfutter, von dem ich sowieso nie genug bekommen kann. Die im Sinne der schräg underground lastigen Produktion liegende Mischung klassischen Hardrocks/Heavy Metals mit vereinzelten Powerspeedausbrüchen läuft, je mehr sie greift, ins Ohr. Satte Grooves und erdiges Bluesfeeling sind ebenso stark vertreten. Im düsteratmosphärischen Part von Divided fühle ich mich an melancholischere IRON MAIDEN-Momente der frühen Iron Maiden/Killers-Phase erinnert. Etwas kräftiger dürft's an mancher Stelle schon produziert sein, ansonsten ist soweit alles im grünen Bereich. Swedish Iron besitzt dank schneller Bassläufe, coolen Slide-Schreddergrooveriffs und einer endgeil filigranen Leadgitarre, richtig viel Drive, wofür auch die angenehm warme Produktion sorgt. Gesanglich fehlt Shouter Dick Matteson häufig der sogenannte Gänsehautfaktor, sein Organ klingt zwar so wie sich's gehört, dreckig rau, leider auch oft etwas zu wenig durchsetzungsfähig, d. h. es fehlt (vorerst noch) am besonderen Wiedererkennungswert, daran sollte künftig noch mehr gefeilt werden, weshalb das Album trotz feiner Gitarrentechnik zunächst mit einer wenigstens akzeptablen 6,5 von 10 knapp im guten Bereich landet, während aufgrund des Gesangs doch ein gutes Luftpolster nach oben bleibt. Feiner classic Hardrock/Heavy Metal alter Schule, Produktions- und Gesangstechnisch bislang stellenweise unausgegoren, leichte Schwächen offenbarend, ansonsten klar auf dem richtigen Weg.
Anspieltipps: „Star of Mount Packdu“, „Divided“, „Devil's Children“, „The Steel is Sacred“.

