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COLDSEED - "Completion Makes The Tragedy"


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VÖ: 30.06.06
Style: Modern Metal / Industrial
(Nuclear Blast)

Homepage:
www.coldseed.com

Endlich ist es da, das von der Metalwelt lang erwartete Debutscheibchen des Allstar-Projekts um Ex-Blind Guardian Drummer Thomen Stauch und Soilwork-Frontsau Björn "Speed" Strid. Mit in ihren Reihen Oliver Holzwarth (Sieges Even, Blind Guardian) am Bass, Herr Schüren, der auch für die Krefelder Fantasybarden die Tasten bedient, sowie Thorsten Praest und Alfageme López an den sechs Saiten. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich genau von einem derartigen Projekt erwartet hätte. Aber irgendwie auf jeden Fall etwas anderes. Wer einen Abklatsch der beiden Hauptbands erwartet, wird ganz schnell eines Besseren belehrt. Verstecken sich hinter den ersten beiden Nummern noch leicht poppige Modern Metal Rocker, die etwas an Profillosigkeit leiden, so wendet sich das Blatt ab 'Nothing But A Loser' dann zum Härteren. Groovende Black Label Gitarren treffen auf Ministry-Riffs und es darf ordentlich mitgewackelt werden. Ein angenehmer Industrialnebel liegt über dem kompletten Album und tritt immer wieder andersartig ans Tageslicht. 'Five More To Fix' kommt mit etwas Oldschool-Thrash um die Ecke, kann seine komplette Aggression auf Grund des zu künstlichen und Pappmaché artigen Drumsounds, unter dem die komplette Produktion leidet, aber leider nicht entfalten. Hier geht die stimmliche Ausrichtung ganz klar in Richtung Al Jourgensen, was der Sache sehr gut steht. Ein deutlicher Wink mit der Soilwork-Fahne ereilt den Hörer bei 'Low', das sich durch die Keyboardarbeit recht abgefahren präsentiert. Definitiv noch nennenswert ist die chillige mit Electronic Beats unterlegte Ballade 'Reflection'. Hier kommt der definitiv geilste Refrain auf der CD und der einzige mit Gänsehautfähigkeiten. Mit Metal hat das an dieser Stelle zwar rein gar nichts mehr zu tun, aber arschgeil ist es dennoch. Ich wusste nicht, dass "Speed" so emotional singen kann - Hut ab! Ein weiteres Highlight in diesem Song ist ganz klar das Gitarrensolo. Im Gesamten ist "Completion Makes The Tragedy" sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, da hier zu viele nichtssagende Ideen mit einem zu laschen Sound auf Silikon gebannt wurden. Hinhorcher wie 'Nothing But A Loser", "Low" oder "Reflection" sind aber ganz klar ein Antesten beim nächsten CD-Dealer wert. 6/10 Punkte.

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