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HEAVEN SHALL BURN - "Deaf To Our Prayers"


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VÖ: 28.08.06
Style: Thrash/Death/Metalcore
(Century Media)

Homepage:
www.heavenshallburn.com

2006 entpuppt sich in regelmäßigen Abständen als das Jahr der geilen Releases im Bereich der harten Musik. Neben fetten neuen Scheiben von Maroon, Illdisposed und In Flames greifen jetzt auch unsere Landsmänner von Heaven Shall Burn mit neuem Material ins metallische Musikgeschehen ein. Ihr letztes Werk „Antigone“ verlieh dem Fünfer auch außerhalb der Landesgrenzen Gehör und ließ sie zu einem der drei großen deutschen Metalcorebands avancieren. Nachdem Caliban in der Presse nicht überall so besonders gut davon gekommen sind, dürften HSB mit „Deaf To Our Prayers“ die prächtigsten Lorbeeren ernten. Nachdem Patrick Schleitzer aus privaten Gründen der Band den Rücken kehrte, ist nun Alexander Dietz, der auf „Antigone“ schon einige Gastvocals zum Besten gab, an den sechs Saiten am Start. Für die Aufnahmen zum neuen Opus verschanzte man sich wieder in den Rape Of Harmonies Studios in Thüringen, der Mix wurde von Meister Hansen angegangen, was man deutlich raus hören kann. „Deaf To Our Prayers“ ballert wie die Sau und ist eine Freude für jeden Hardliner im Wohnzimmerpit. So präsentiert man sich anno 2006 also noch wuchtiger und geschlossener, schafft es dabei aber dennoch unverkennbar Heaven Shall Burn zu bleiben. Das Gaspedal wird schon beim Opener 'Counterweight' in doppeltem Tempo durchgekickt, bevor der Song in eine düster atmosphärische Strophe mit dezentem Drumming eintaucht, die von der Seele her auch in den Wäldern Norwegens hätte entstanden sein können. Folgendes 'Trespassing The Shores Of Your World' mausert sich schon beim ersten Hördurchgang zu einem meinem persönlichen Favoriten. Schwedentod, Mosh, saftiger Speed und das daraus resultierende Bedürfnis einfach nur abzugehen, machen diese Nummer zu einem echten Knüller. Ein echtes Groovemonster verbirgt sich auch hinter 'Profane Believers' und 'The Final March' besticht durch seine eingängigen Leadgitarren im Stile Maidens zu Beginn und während des Songs, zwischendrin darf dann auch mal geblastet werden. Spacig und getragen startet 'Of No Avail', das Blick aufs komplette Produkt zusammen mit 'Armia' eines der melancholischeren Stücke auf „Deaf To Our Prayers“ darstellt. Was HSB uns hier präsentieren sind elf verdammt knackig gestaltete Tracks, irgendwo zwischen Thrash und melodischem Deathmetal mit einem Hang zu skandinavischer Melancholie im Stile Dismembers oder Amorphis'. Das Ergebnis ist eine große bedrückende und bedrohliche Düsternis, die den Hörer packt und in einen tiefen 48-minütigen Rausch versetzt. Das ist die Art von Album, die man für das Prädikat 'unschlagbar!' braucht. Richtig geile 9,5 von 10 Punkte.

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