REVAMP - Wild Card

VÖ: 23.08.13
(Nuclear Blast)
Homepage:
www.revampmusic.com
Die Sängerin der niederländischen Symphonic Metal Band REVAMP Floor Jansen hatte schon im zarten Alter von sechzehn Jahren angefangen, ihre opernhafte Stimme in den Dienst des Metals zu stellen. Und zwar wurde sie Sängerin bei der ebenfalls niederländischen Symphonic Metal Band AFTER FOREVER. Nach fünf Alben und vierzehn Jahren Bandgeschichte löste die Band sich allerdings 2009 auf. Ende desselben Jahres wurde aber schon Floors nächste Band bekannt gegeben. Und bei dieser handelte es sich um REVAMP. 2010 wurde dann dessen Debütalbum veröffentlicht, welches leider nicht nur positive Kritiken eingefahren hat. Darin hieß es des Öfteren, dass man hoffe, die Band würde in Zukunft mehr zusammenwachsen, um dann besser zu funktionieren. Ich persönlich kenne das erste Werk nicht, aber wenn ich mir dieses Album hier so zu Gemüte führe, denke ich mir, dass dieser Wunsch leider ein Wunsch geblieben ist. Vielleicht liegt es daran, dass diese Sparte des Metals doch irgendwie zu Neige und das Interesse in andere Richtungen zu gehen scheinen, oder es liegt daran, dass Floors Augenmerk nicht nur auf REVAMP lag. Schließlich ist sie als Ersatzsängerin für Anette Olzon auf der Imaginaerum World Tour 2012-2013 von NIGHTWISH eingesprungen. Wie dem auch sei, kann auch das zweite Album „Wild Card“ von REVAMP nicht überzeugen. Die Stimme von Floor ist zwar jedem Zweifel erhaben und die musikalischen Fähigkeiten der anderen Bandmitglieder sind auch nicht ohne, dennoch ist das Ganze ein einziges Wirrwarr. Die Musik ist zu verfrickelt und der Gesang scheint gar nicht dazuzugehören. Dann noch ein Songwriting, welches irgendwie nicht hängen bleiben will, was soll ich sagen? Von den insgesamt elf Stücken während der Gesamtspielzeit von knappen fünfzig Minuten will mir doch kein Song so recht gefallen. Sorry, aber die Scheibe wird den Weg in meinen Player wohl nicht mehr finden.

