CARPE NOCTEM - In Terra Profugus




VÖ: 02.09.2013
(Code 666)

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Also Respekt muss man vor den Isländern schon haben, denn diesen Black Metal, den sie hier fabrizieren, der nimmt uns auf eine Reise des eigenen Ichs mit, kann wie „III. Odium Somniferum“ durch eisige Kälte, rasendes Geballer, aber auch gewollt disharmonische gefallen, nur ist es mir an manchen Stellen einfach etwas zu lang gezogen, aber vielleicht ist das ja so gewollt, um den Effekt des Beklemmenden zu erreichen. „II. Ars Moriendi“ ist sehr vertrackt, man muss sich schon wirklich mit der Musik befassen, einfacher wird es nur, wenn die Herren mal den Fuß aufs Gas stellen. Das sanfte und disharmonische Spiel in „I. VITRIOL“ ist zwar o.K., aber mit knapp 2,5 Minuten doch einfach zu lang für mich, das strapaziert mehr, anstatt innovativ zu sein, doch auch hier holt das heftige Geballer einige Kastanien wieder aus dem Feuer.
Klar, man muss bei CARPE NOCTEM oft und lange hinhören, um die Feinheiten zu erkennen und auch mit der Musik warm werden zu können, aber an einigen Stellen haben es die Isländer für meinen Geschmack übertrieben und so würde ich empfehlen, erst reinhören, bevor man sich entscheidet.