DOMOVOYD - Oh, Sensibility

VÖ: 11.10.2013
(Svart Records)
Homepage:
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Schon bei den ersten Klängen lassen die britischen Spacerocker HAWKWIND grüßen. Klirrend im Raum liegende Eiseskälte leitet die Introduction den Reigen der insgesamt sechs auf dem Silberdeckel befindlichen Tracks ein. Tiefgelegte Drownegitarrenriffs gehüllt in dichte Schattenwände, umgeben von einem Sternenmeer, unendliche Schwärze im tiefen Raum. Ein unterkühlt blechern im Hintergrund agierendes Schlagzeug, verzerrt heißerer Gesang, eingedeckt in gewaltige Psychedelicorgien mit düster geheimnisvoll okkultem Inhalt. Vergleiche zu ähnlich schräg ausartenden Stilvertretern wie HIGH PRIEST OF SATURN, SHININ SHADE oder MOTHER SUSURRUS sind nicht von der Hand zu weisen. DOMOVOYD schaffen sich ihren völlig eigenen Kosmos. Nach der Wiedergeburt („Incarnation“) folgt die Reise zur nächsten Galaxie, „By Taking Breath“, „Lamia“ und „Effluvial Condenser“ sind knietief das Blut in den Adern gefrieren lassende Klangsilhouetten, definitiv nicht von dieser Welt! Menschen mit labilem und schwachem Nervenkostüm sollten von solch ganz schwer verdaulich destruktiv-zerstörerisch depressiven Düster okkultem Spacerock auf den Spuren von Aleister Crowley's geheimnisvollen Silbernen Stern, dem „Argenteum Astrum“ wandelnd, um ihrer Sicherheit Willen ganz die Finger lassen! Abgedrehter Finnenpsychedelicrock geschnitzt aus Drone/Doom/Psychedelic/Stoner und Spaceeinflüssen, der beklemmende Dunkelheit, frostige Kälte, Glaubensmystik und tiefgründig dicht okkult vertonte Intensivität so intesiv exakt atmet, das einem sämtliche Haare zu Berge stehen. Das Kältevolumen toter Galaxien und Räume lebt auf, geht direkt unter die Haut, unbeschreibliche Finsternis reicht purer Endzeitstimmung ihre Hand, dazwischen ein schwach aufblitzendes Licht der Hoffnung durch den Fleischwolf tiefer Depression gedreht, produziert von wenigen dafür berufenen Acts, denen es von Natur aus gegeben ist, solch bizarren Klangkunstwerke zu erschaffen. Sperrig vertracktes Hörfutter treuen Jünger/innen von HIGH PRIEST OF SATURN, SHININ SHADE oder MOTHER SUSURRUS gewidmet, für die anderen unzumutbar verdauliche Kost, deshalb ergeht folgende Warnung: Nicht für zartbesaitete Gemüter und Suizidgefährdete geeignet!

