DIE DORKS - Tyrannoplauzus Fett

VÖ: bereits erschienen
(Sn Punkx)
Homepage:
www.diedorks.de
Was soll ich dazu sagen, wenn nicht mal das Fazit vorab: Punk vom Allerdreckigsten, Saufen und Pogo bis der Schädel platzt. Lassen wir mal das Intro außer acht, so denkt man vielleicht beim ersten Titel „Onanie in der Laubenkolonie“ daran: ' Egal wie tief die Latte des guten Geschmacks auch liegt – wir kommen locker stehend drunter durch'. Aber weit gefehlt, denn wie es sich für Punk gehört, geht es nicht nur um Pogo und Saufen, sondern auch um Kritik am Establishment und dem Spießertum,was die Dorks mit viel Fingerspitzengefühl ihrem Publikum auch vermitteln. Um es kurz zu sagen war ich doch echt überrascht von einer bayerischen Punkband mit Sängerin. Knappe 47 Minuten sind recht kurz, aber die DIE DORKS packen hier genug Gutes rein Erinnert „Dispo-Pogo“ ein wenig an Reggae und „Mut zum Widerstand“ etwas an DooWahDiddy, kann man den Punker beruhigen, denn auch wenn zb „Brauereiarschpogo“ die Polonaisse von Blankenese ist, ist immer spätestens nach 20 Sekunden Schluss mit lustig. Lieder wie „Dein Führer“ zeigen nicht nur gute Gitarrenriffs, sondern auch den Hang zur Anarchie. Zum Abschluß muss ich noch mein Lieblingslied auf dieser CD erwähnen. „Nachschenken statt Nachdenken“ hat fast das Potential auf nem Volksfest zum schunkeln anzuregen, wobei es eher in Pogen ausarten könnte.
Kauftip: Kein schlechtes Lied dabei und immer guter Punk, auch wenn einem Grundmelodien etwas bekannt vorkommen. Ich habe die CD jetzt mindestens schon 5mal gehört und werde sie sicher gleich das 6. Mal hören. Insofern kann ich nicht anders als 100% zu geben. Unbedingt anhören ist meine Empfehlung.

