THE MOVEMENTS - Like Elephants 1




VÖ: 25.10.2013
(Crusher Records)

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Göteborg gilt als die Schaltzentrale in Sachen Melodic-Thrash/Death, das es auch anders geht zeigen THE MOVEMENTS, die weitab des allgemeinen Szenetrends eine gesund ins Ohr hinein laufende Mischung auf Like Elephants 1 bieten. „The Death of John Hall D. Y. „ klingt schwer als eine etwas rockigere Version von THE MAMAS & THE PAPAS. Je länger das Album sich im Player dreht, desto mehr kristallisieren sich 60er Jahre Wurzeln heraus. Psychedelicformationen aus Dänemark beispielsweise SETTING SON, BABY WOODROSE oder THE HEDGEHOGS hinterlassen ebenso Spuren wie frühe FAIRPORT CONVENTION, dazu gesellen sich lockere Einflüsse von JEFFERSON AIRPLANE, den DOORS und C.C.R., womit das musikalische Spektrum umrissen wäre. „Two Tongues“ besticht durch lässigen Drive der an letzere drei genannte Combos erinnert. „Great Deceiver“ erinnert in seiner von Orgel in Verbindung zu einer verrückten Auslese mystisch okkult exotischer Klänge dargebotene Machart an ARTHUR BROWN („Fire“), wobei das lässige Timbre Hand nahtlos mit einer richtig schön erdigen Dynamik ineinander übergeht. „Davids Song“ rockt beschwingt aus dem Bauch wie IGGY POP zu „the Passanger“- Zeiten. David Henriksson verfügt über ein klares, zwischen heftig und sanft brillierendes Organ, das keinen Vergleich zu genannten Größen scheuen braucht, dass er auch mal richtig losbrüllen kann, zeigt „David's Song“ ebenso deutlich. Gebettet in eine warme Produktion, die jedes noch so kleine Tönchen angenehm genussvoll ins Ohr hinein sickern lässt, weiß "Like Elephants 1" durch sein ungeheures Maß Emotionalität, Abwechslungsreichtum und Kreativität zu überzeugen. „It Takes a Spark“ rockt vom Start weg leichtfüßig simpel geschmeidig flott spacig-orientalisch, sich immer weiter in eine regelrechte Orgie steigernd, alles geht direkt ineinander über das man meinen könnte es hier mit einer abgedrehten Jamsession von JEFFERSON AIRPLANE die zunächst auf THE DOORS treffen bis sie ARTHUR BROWN auf exzessivem Trip begegnen. Gemütlich relaxt 6oer-Jahre inspirierter Kraut/Hippie-Garagenrock mit gnadenlos alle Sinne vernebelnder Tiefenwirkung zum Entspannen – verschroben, urig, liebevoll detailreich gestaltet, dem Hörer kurz vor dem Gang zu Bett sanft ein wohltuend leises „Gute Nacht“ ins Ohr wispernd.