77 - Maximum Rock'n'Roll

VÖ: 18.10.13
(Listenable/Soulfood)
Homepage:
www.77rocks.com
Die Spanier von 77 zählen für mich zur zweiten Welle der Retro-Bands, die mehr oder weniger offen ihrer Begeisterung für AC/DC Ausdruck verleihen. Doch während Bands wie AIRBOURNE oder BULLET inzwischen versuchen ihrem Sound wenigstens einen Hauch von Selbständigkeit zu geben, klingen 77 auf ihrem dritten Album „Maximum Rock’n’Roll“ mehr denn je nach den großen Vorbildern. Songs wie „Down And Dirty“ und „Stay Away From Water“ sind auch soundtechnisch so nah am Original, dass man sich wirklich fragt, warum die Truppe sich überhaupt noch die Arbeit macht und eigene Songs schreibt, statt gleich als Coverband durch die Lande zu ziehen. Neben den Gitarren ist vor allem der Sänger bemüht, wie die Legende BON SCOTT zu klingen, was natürlich ein recht sinnloses Unterfangen darstellt. Nicht das wir uns falsch verstehen, natürlich rockt die Band aber das tun die meisten AC/DC-Coverbands auch und deshalb sollten 77 ein bisschen mehr auf Eigenständigkeit setzen.
Fazit: Bei aller Liebe aber das ist dann doch zu nah am Original. Wer schon immer eine Coverband mit Songs hören wollte, die nicht von AC/DC stammen aber genauso klingen, der ist mit den Spaniern bestens bedient.
AUCH HIER HATT UNSER MICHAEL "TOSCHI" TOSCHER DAS ALBUM VORLIEGEN, HIER SEIN REVIEW:
„Maximum Rock n' Roll“ lautet der Titel des dritten 77-Longplayers, dessen Inhalt hält, was die CD verspricht. Der Titeltrack rockt wie eine Mischung aus AC/DC trifft STATUS QUO aus den Boxen. In der Hinsicht ist es den Spaniern gelungen, eine Neuerung einzubauen, ansonsten alles wie gehabt. „Down and dirty“ hätte auch „Sin City“ heißen können, denn nach mehr klingt das Stück definitiv nicht. Inhaltlich sind AC/DC durchweg von der Haarwurzel bis zu den Zehennägeln präsent. Zwar machen die Spanier nichts umwerfend neues, - Eigenständigkeit sieht anders aus, doch wer seine Originale so originalgetreu mit reichlich Herzblut interpretiert, bedient das recht große, auf solche Musik geeichte Klientel in wohl dosierter Form, die keinen Wunsch offen lässt.
Fazit: Lässig ins Gehör laufender AC/DC-(Blues)Hardrock für alle, die's gern authentisch genugam ohnehin unverzichtbaren Original mögen, praktisch erst recht nicht genug davon bekommen.

