SINAMORE - "A New Day"


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VÖ: 25.01.02
Style: Gothic Rock
(Napalm Records)

Homepage:
www.sinamore.com

Aus dem Land der tausend Seen erblickt in diesen Tagen ein weiteres Stück düster-melancholische Rockmusik die Sphären der auditiven Verkaufslandschaften, um sich in dieser noch viel rauheren Welt ein Ohr zu verschaffen. Die Finnen Sinamore, die bereits auf fünf Demoproduktionen, viele Liveaktivitäten und eine recht erfolgreiche Teilnahme bei einem finnischen Musikpreis zurückblicken können, veröffentlichen in diesen kalten Zeiten ihr Debutalbum mit dem vielverprechenden Namen “A New Day“. Aufgenommen haben sie bei Teemu Aalto im Woodbine Garden, gemixt hat die CD Anssi Kippo in den Astia Studios und gemastert wurde das gute Stück letzten Endes von niemand anderem als Mika Jussila in den bekannten Finnvox Studios.

Gespannt werf ich das Teil also in den Player und warte ab, was da auf mich zukommt. 'Follow into the cry' beginnt mit einem klassischen, aber funktionstüchtigen und groovenden Hardrockriff, bevor es in eine melancholiegeschwängerte Strophe übergeht. Bis hierhin schon mal nicht übel. Die düsteren, traurigen, ansatzweise verzweifelten Strophen setzen sich in den restlichen Songs fort und ähneln sich dabei leider gelegentlich doch etwas zu stark. Mit laufender Spielzeit überkommt mich ab dem dritten Song 'Sleeping away', der durchaus gelungen ist, dann aber dummerweise doch arg das Gefühl, dass hier eine Band zu oft Charon gehört hat, klingt das auf diesem Album Dargebotene doch im Großen und Ganzen sehr nach ihren Landsleuten um Charakterstimme J.P. Mit dem Unterschied, dass dieser ein deutlich markanteres Organ hat als Mikko Heikkilä. Im Folgenden gibt es keine größer nennenswerten Dinge mehr auf “A New Day“. Die CD ist sauber gemacht, die Songs sind in sich schlüssig und untereinander ebenso passend, leider aber schon mit einer Tendenz zur Wiederholung. Das Material geht angenehm ins Ohr, ist an und für sich aber eher unspektakulär und erinnert oft an Momente, die man schon häufig von anderen finnischen Bands vernommen hat. Ein neuer Tag ist es demnach also nicht, aber dennoch einer, an den man ohne schlechte Gefühle zurückdenken kann.

Anspieltipps:
Sleeping away
Fallen

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